Was machst Du gerade?

Diese Frage widerlegt mit vier Worten die Weisheit: "Es gibt keine dummen Fragen." Die Gewissheit der Existenz der saudummen Frage entlastet den kritischen Facebook-Nutzer nicht von der Antwort. Hier hat er jetzt aus rein existenzieller Sicht die Möglichkeit der angemessenen (dummen) oder der unangemessen klugen Antwort.

Da wir sozialisationsbedingt (= durch gute Kinderstube) gelernt haben, selbst auf provokative Fragen angemessen zu reagieren, antworte ich einfach: "Ich schaue nach oben."Diese kleine Satz hat einen hohes Informationspotenzial, da er Raum zur Phantasie lässt. Was sieht der Mensch, wenn  er nach oben schaut? Den Himmel, den Kronleuchter oder ein großes Vorbild.

Die dumme Antwort nimmt jetzt interessante Formen an. Wichtig ist sie muss möglicht unkonkret sein. Deshalb die Maxime, niemals klare Antworten geben. Diese hinterlassen meist einen schlechten Eindruck: "Ich kratze mich am Kopf (Läuse?) oder "Ich treffe mich mit Antje" (Affäre). Solche Antworten beflügeln zwar die Phantasie, aber meist die auf dem Niveau von Klatsch und Tratsch.

Höchst persönlich sagt mir das sehr zu, aber wir haben schließlich Niveau. Deshalb sage ich hier in aller Öffentlichkeit: "Was ich jetzt gerade mache, werde ich aus reiner Opposition gegen dumme Fragen nicht auf Facebook bekannt geben.“

Außerdem darf, wer etwas anderes als ich tut (Ich schreibe für die me und gegen meinen Chefredakteur), andere nicht mutwillig langweilen - auch wenn Facebook ihn dazu eindringlich auffordert: Was machst Du gerade?
Euer Heinrich Mechatronik

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