[me] im Gespräch mit ...

Sonia Bonfilglioli ist CEO des gleichnamigen 
Antriebstechnikunternehmens aus Bologna  

 

„Wir bieten One-Stop- Shopping und Service“

 

 

„Die Lösungsorientierung auf der Basis des „One-Stop-Shopping“ mit umfassendem Service bei wirtschaftlichen Kosten für den Kunden stehen bei uns ganz oben“, sagt Sonia Bonfiglioli, CEO und sympathische Frontfrau bei Bonfiglioli Riduttori S.p.A. 

 

Flexibilität und cooles Design wird sehr gerne den Italienern zugesprochen. Wie bringen Ihre Ingenieure das in Einklang mit Anforderungen wie Dynamik, Präzision, Kraft, mechanische Größen und Energieeffizienz?


Wir haben durchaus einen besonderen Sinn für die ansprechende Gestaltung von Produkten, selbst wenn diese in Maschinen unsichtbar verschwinden würde. Ansprechende Gestaltung bedeutet nicht nur, dass der Betrachter das Produkt als schön empfindet, sondern es ist der gelungene Versuch, die Eigenschaften eines Produkts auf den ersten Blick wirken zu lassen. Zugegebenermaßen ist das bei einem Drive Controller, Elektromotor oder Getriebe etwas schwieriger als bei einem Sportwagen. Aber auch in unserem Produktspektrum finden sich einige Beispiele für eine derartige Wirkung, von denen ich die spielarmen Planetengetriebe mit ihrem dynamisch kraftvollen Design besonders hervorheben möchte.

 

Erst Getriebe, dann ein weites Portfolio der Antriebstechnik – Sieht sich Bonfiglioli heute als Komplettanbieter der Antriebstechnik?


Es wäre vermessen, unser Produktangebot als komplett zu bezeichnen. Allerdings meine ich, dass unser Spektrum eines der umfangreichsten ist, das man von einem Unternehmen auf den Märkten der Welt finden kann. Das beginnt schon bei den Motoren, wo wir eine Auswahl zwischen Elektrik und Hydraulik in jeweils mehreren Serien anbieten können, geht weiter über alle gängigen Getriebetypen von wenigen bis über eine Million Newtonmetern und erstreckt sich dann auch auf ein breites Angebot mehrerer Serien von Drive Controllern für sehr differenzierte Applikationen. Dazu kommen noch Rückspeiseeinheiten und schier unzählige Sonderprodukte. Oder zusammengefasst mit anderen Worten: Bei uns gilt der Grundsatz des „One-Stop-Shopping“, d.h. dass der Kunde bei uns alle für seine Anwendung notwendige Produkte und auch die dafür benötigten Dienstleistungen, also zusammengefasst eine echte Lösung bekommt. Insofern erfüllen wir dann schon die landläufige Definition des Komplettanbieters. Wir bezeichnen uns allerdings lieber als Lösungsanbieter.

 

Für viele führt der Weg von der Antriebstechnik zum Automatisierer. Wie weit ist Bonfiglioli auf dem Weg zum mechatronischen Lösungsanbieter?


In unserer Geschäftseinheit Industrial Solutions gibt es nicht umsonst den speziellen Bereich Mechatronic Drive Solutions, über den wir gerade die Anforderungen im mechatronischen Umfeld umsetzen, die Maschinenbauer an uns stellen. Hier geht es also nicht um die einzelne Komponente, also einen spezifischen Motor oder die Antriebselektronik, sondern immer um ein System von der Abtriebswelle eines Getriebes bis zur Visualisierung bzw. zur Mensch-Maschine-Schnittstelle. Hier sind wir im Feld der dynamischen Antriebstechnik schon sehr weit im Angebot des kompletten Antriebsstrangs.

 

Mechatronik schreiben sich heute viele auf die Fahnen. Nicht zuletzt deshalb ist der deutsche Antriebsmarkt und der Markt für Automatisierungslösungen hart umkämpft. Mit welchen Strategien wollen Sie hier zu den Gewinnern zählen?


Grundsätzlich ist es ja so, dass unser Unternehmen in vielen Produktbereichen aber auch in vielen Anwendungsbranchen seit vielen Jahren ein sehr weitgehendes und auch breites Know-how besitzt. Das versetzt uns in die Lage, die jeweiligen Spezialisten im eigenen Haus zusammenzubringen und im Sinne der Kundenapplikation das jeweils passende aus jedem Produktbereich zu einer optimalen Lösung zusammenzuführen. Die Lösungsorientierung auf der Basis des „One-Stop-Shopping“ mit umfassendem Service bei wirtschaftlichen Kosten für den Kunden stehen bei uns ganz oben. Wir können dies leisten und zwar in Deutschland wie auch auf allen Kontinenten. Der Kunde hat die Möglichkeit, dieses Potential des Know-hows aus verschiedenen Bereichen für sich zu nutzen, was ja auch schon viele in sehr unterschiedlichen Industrien erfolgreich machen. Der mobile Antriebsmarkt ist dafür ein gutes Beispiel.

 

Mit welchen Lösungs- und Produktideen kommen Sie 2014 zur SPS IPC Drives nach Nürnberg?


Auf der Messe Ende November stehen eindeutig die mechatronischen Antriebslösungen für dynamische Anwendungen im Vordergrund. Eine neue Reihe von HMIs sowie unsere Servo-Getriebemotoren und Drive Controller im Verbund werden als Produkte im Zusammenspiel in einschlägigen Applikationen vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass wir die mechatronische Lösung gemeinsam mit dem Kunden und deshalb ganz in seinem Sinn erarbeiten. Dafür haben wir eine Struktur mit Applikationsingenieuren, die viel Erfahrung und Know-how mitbringen. Auf der Messe schaffen wir also das Umfeld, Applikationen zielführend zu besprechen und anhand von Beispielen Optionen für die Lösung der antriebstechnischen Anforderungen in Aktion zu sehen. Wir freuen uns jedenfalls sehr darauf, mit Kunden und Interessenten konkret über deren Projekte und Anforderungen zu sprechen, um dann dafür exakt passende Lösungen anzubieten.

Die Fragen stellte Peter Schäfer

www.bonfiglioli.de

 

Beitrag aus [me] 6/2014

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