[me] im Gespräch mit ...

  

Thomas Michels

von Eplan

  

 

 


Standardisierte Daten nutzen

„Um die Idee von Industrie 4.0 umzusetzen, sind durchgängige standardisierte Daten die Grundvoraussetzung“, erklärt Thomas Michels, Leiter Produktmanagement bei Eplan.


Sie verzeichnen immer mehr internationale Hersteller im Eplan Data Portal. Wie profitieren Ihre Anwender davon?


Thomas Michels: Im Zuge von Engineering in einem globalen Kontext ist die Internationalisierung von digitalen Gerätedaten essentiell. Gerade in internationalen Projekten ist die Bedeutung von lokalen Herstellern bei der Planung groß. Mit dem Zuwachs zahlreicher, auch internationaler Hersteller im Eplan Data Portal hat das Unternehmen jetzt deren Gerätedaten im direkten Zugriff. Mit den zugehörigen Schaltplanmakros und technischen Dokumenten kann der Anwender sehr effizient seine Projektierung abwickeln. Durch permanente Erweiterung des Portals werden wir diesen Anforderungen an die Planung auch in Zukunft gerecht.

 

Es gibt unterschiedliche Portale von Artikeldaten – was unterscheidet Ihr Portal von anderen Datenportalen?


Das Eplan Data Portal bietet mehrere konkrete Mehrwerte. Zum einen ist hier die Datentiefe zu nennen. Der ideale Datensatz aus dem Data Portal unterstützt den Anwender in der gesamten Wertschöpfungskette. Angefangen vom Engineering mit Schaltplanmakros und 3D-Makros über die Beschaffung mit allen relevanten kaufmännischen Daten wie Bestell- oder Typennummer, als auch in der Fertigung bietet der Datensatz wirksame Unterstützung, beispielsweise Bohrinformationen. All diese Daten dienen dazu, die Durchgängigkeit über Abteilungsgrenzen hinweg zu gewährleisten und Medienbrüche durch umfassende Daten zwischen den einzelnen Schritten zu eliminieren.


Das andere Plus ist die direkte Einbettung des Portals in die Engineering-Umgebung. Der Anwender muß seine Arbeitsumgebung nicht verlassen, um sich Daten aus dem Internet zu beschaffen und sie dann ins Projekt zu integrieren. Diese aufwendige Arbeit der Beschaffung und Verifizierung der Daten entfällt, da der Nutzer direkt aus der Eplan Plattform heraus das Portal aufrufen kann. Hier wählt er das gesuchte Bauteil und nutzt direkt die Schaltplangrafik via Pick & Place, um sie in seinem Projekt zu verwenden. Im Hintergrund werden selbstverständlich alle dazugehörigen Daten, wie z. B. die Fertigungs- und kaufmännischen Daten geladen und so schließt sich wieder der Kreis.

 

Daten komplett und aktuell verfügbar zu machen, ist heute mehr denn je eine zentrale Voraussetzung für effizientes Engineering – auch weitergedacht für Industrie 4.0-Konzepte?


Selbstverständlich. Um die Idee von Industrie 4.0 umzusetzen, sind durchgängige standardisierte Daten die Grundvoraussetzung. Die konkrete Standardisierung im Bereich Engineering fängt mit digitalen Gerätedaten an. Eine enge Partnerschaft und ein ständiger Austausch mit den jeweiligen Herstellern ist für die Aktualität der Daten absolut notwendig. Auch die Komponentenhersteller entwickeln ihre Geräte weiter hinsichtlich der Forderungen von Industrie 4.0. Gemeinsam sorgen wir für größtmögliche Integration, damit auch die gemeinsamen Kunden eine solide Basis für den Ausbau in Richtung Industrie 4.0 erhalten.

 

 

www.eplan.de

 

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„Zur SPS IPC Drives über 100 Hersteller auf Data Portal“

Ein Parts-Data-Wizard hat die Einstellung von Produktdaten im Eplan Data Portal erheblich vereinfacht. Das rechnet sich für Hersteller und Anwender. Zur SPS IPC Drives werden erstmals über 100 Hersteller im Portal vertreten sein. Mit umfangreichen Gerätedaten können die mehr als 90000 Nutzer des Portals weltweit ihre Engineeringprozesse vereinfachen und beschleunigen. Die dafür notwendigen Makros, Bauteildaten oder 3D-Daten für den virtuellen Schaltschrankaufbau lassen sich einfach und direkt in die CAE-Projektierung einfügen.

BIRGIT HAGELSCHUER

 

Zum Start der SPS IPC Drives knackt das Eplan Data Portal eine markante Marke. Dann werden über 100 Hersteller – viele davon aus dem europäischen wie auch dem asiatischen und US-amerikanischen Markt – ihre Herstellerdaten im Portal integriert haben. Bereits Mitte Oktober waren 99 Hersteller mit über einer halben Million qualifizierter Geräte- und Artikeldaten im Portal gelistet – zur Messe dürften es rund 110 Hersteller sein. Interessant ist auch die Zahl der Neuzugänge: Allein in 2015 konnte Eplan über 30 neue Hersteller gewinnen. Ein Faktor für diesen außerordentlichen Erfolg ist unter anderem der neue Parts-Data-Wizard für Hersteller. Auf Basis von Excel-Technologie lassen sich Herstellerdaten jetzt noch einfacher und per Knopfdruck im Portal bereitstellen. Hersteller benötigen dafür kein spezielles Know-how mehr – die Technologie erkennt auch gelistete Zuordnungen zwischen kaufmännischen und Grafikdaten und fügt alles intuitiv zusammen. Mehr als zehn Hersteller von Klemmen, Kabeln, Steckern und Sensoren haben die Einfachheit dieser neuen Integration bereits genutzt.

 

Weitere 1,2 Mio. Gerätedaten per Konfigurator


Bei über einer halben Million integrierten Herstellerdaten ist aber noch nicht Schluss: Anwender von Messgeräten profitieren von zusätzlichen 1,2 Mio. Varianten an Gerätedaten, die sich in jeglicher Ausprägung konfigurieren lassen. Dazu hat Messgerätehersteller Endress+Hauser seinen bereits existierenden Web-Konfigurator per Web-Frontend in die Oberfläche des Eplan Data Portals eingebunden. Auf Basis von Eplan Engineering Configuration (EEC), das im Hintergrund gekoppelt ist, und in Kombination mit dem Data Portal lassen sich online eine Fülle von möglichen Varianten konfigurieren.

 

Global auf Expansionskurs


Neue Hersteller im Bereich Messtechnik sind Janitza mit digitalen Einbaumessgeräten, Ziehl mit Mess- und Prüfeinrichtungen sowie Flowserve, ein US-amerikanischer Hersteller von Messgeräten. Weitere Neuzugänge aus den USA sind Mencom, Priority Wire & Cable und Comtran Cable – alle erfolgreiche Kabelhersteller, Molex im Bereich Kabel und Stecker sowie Hubbell, ebenfalls US-amerikanischer Hersteller von Steckern. Das Eplan Data Portal entwickelt sich also weiter zur Drehscheibe von Artikeldaten auf internationalem Parkett. Wichtigster Neuzugang aus China ist Chint – einer der größten Hersteller von Automatisierungstechnik im asiatischen Raum. Noark, Tochtergesellschaft von Chint – hat ebenfalls Schütze und Schutzschalter im Portal bereitgestellt. Liaoning Create Cable aus China fertigt Kabel und Ningbo GOOSVN Electronic ist ein Hersteller von Steckern, der den Asia- Pacific Markt adressiert. Selbstverständlich wurden auch europäische Hersteller hinzugewonnen – beispielsweise ILME, Hersteller von Steckverbindern aus Italien, KEBA, österreichischer Hersteller von Automatisierungstechnik und Roxtec, schwedischer Hersteller von Gehäusezubehör und Kabeldurchführungen. Kabelschlepp hat Energieführungsketten und Fördersysteme eingestellt, Hirschmann ist mit Ethernet-Switches präsent und weitere Hersteller wie Citel, HBM, Klemsan, Lumberg, Promet und Sensopart vervollständigen das Portal mit ihren Daten.

 

Fazit


Anwender profitieren von qualitativ hochwertigen Artikel- und Gerätedaten, die in ihrer Bandbreite internationaler Hersteller eine ideale, flexible Plattform für echtes „Global Engineering“ bieten. Die Daten lassen sich 1:1 ins Projekt übernehmen und sichern Anwendern eine schnelle, effiziente Projektierung unter Berücksichtigung aktueller Herstellerdaten. Die große Vielfalt an Geräten gibt maximalen Freiraum im Engineering. 

 

 

 

Beitrag aus [me] 6/2015

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