SF_Picture_91006
SF_Picture_88286 
Schäfer´s Stündchen
Chefredakteur Peter Schäfer
Alles dreht sich

Kürzlich bin ich über einen Satz gestolpert: „Wir neigen dazu, die Wirkung einer Technologie kurzfristig zu überschätzen und langfristig zu unterschätzen.“ Der Zukunftsforscher Roy Amara hat das in den Zwanzigerjahren formuliert. Er wusste damals noch nichts von der Digitalisierung und der rhetorischen Formation um Industrie 4.0. Heute steht außer Zweifel: Die digitale Transformation verändert alles Bisherige.

spacer

2. Verpackungstag

„Digitalisierung besser nutzen“, dieser Ruf wird auch auf dem 2. Verpackungstag zu hören sein. Denn gesteigerte Verfügbarkeit und einfaches Bedienen werden selbstverständlich. Alles in der Verpackung wird eben intelligenter!

spacer

Den Turbo zünden

Alles wird schneller. Das Telefon hat 75 Jahre gebraucht, um 100 Mio. Nutzer zu erreichen, das Mobiltelefon 16 Jahre, das World Wide Web 7 Jahre und WhatsApp 2 Jahre. Über Industrial Internet werden in 5 Jahren 50 Mrd. Geräte miteinander kommunizieren. Die Digitalisierung hat uns fest im Griff, sie verändert die Wirtschaftsstruktur massiv.

spacer

Losgröße 1: Rechnet sich das? 

Alles muss individuell sein: das Auto, die Schuhe, das Müsli, die Verpackung und last, not least die Maschinen, auf denen all das produziert wird. Losgröße 1 heißt das Zauberwort. Losgröße 1 ist der Lockruf von Industrie 4.0. Wer kann sich das wirklich leisten? ...

spacer

Alles steht parat

Damit die Vision von Industrie 4.0 Wirklichkeit wird, muss einiges stimmen. Der Frage der digitalen Transformation geht eine von Dassault Systèmes beauftragte Studie der International Data Corporation (IDC) nach. 55 Prozent der Befragten sagen, durch interne Abstimmungsprozesse werde zu viel Zeit vertrödelt. 44 Prozent geben an, deswegen sogar Umsatz zu verlieren.  ...

spacer

Die Aura der Maschinen

Neue Maschinen sollen produktiver sein bei größerer Flexibilität bis hin zu Losgröße 1, und sie müssen energieeffizienter sein. Ein vereinfachter Engineering- Prozess ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Aber das ist längst nicht alles, was zur Maschine und ihrer Funktionalität gehört. Sie kann noch so viele Vorzüge und Alleinstellungsmerkmale haben, „sie muss das auch ausstrahlen“, hat die Designerin Petra Kurz-Ottenwälder auf dem Verpackungstag im Juni erklärt. Denn über ihr Design interagiert die Maschine, sie „spricht direkt mit dem Kunden“.  ...

spacer

Vernetzung ohne Netz 

Die digitale Transformation ist im vollen Gange. Das hippe IT-Thema ist allgegenwärtig. Strategien werden diskutiert und an interessierte Kunden verkauft. Konferenzen mit Industrie-4.0-Aufklärung schießen wie Pilze aus dem Boden. Es gibt viel zu sagen und noch mehr zu tun. ...

spacer

Was wird aus meinem Job?

„Der kann das schon allein“, sagt der Forscher über den Roboter, der ihm hinterherfegt. Vor allem hilft der Putzroboter gegen Personalmangel und Kostendruck. Kürzlich hat Bosch ein Agrarroboter vorgestellt, der mehr als ein Erntearbeiter leistet. Bonirob gibt jeder Pflanze im Feld eine Adresse, beobachtet ihre Entwicklung und entscheidet sogar, ob sie sich zur Züchtung eignet. ...

spacer

„Packende Lösungen“ 

Der Schokoriegel, die Zahnpasta-Tube, die Chipstüte, der Joghurtbecher, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Verpackung ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Und - das Auge schmeckt den Unterschied - Packungsdesign ist das wichtigste Medium der Markenbotschaft. ...

spacer

Hussein macht ein Praktikum

„Schüler müssen lernen, lernen, lernen“, das hat der Drache „Frau Mahlzahn“ aus der Geschichte „Jim Knopf und die Wilde 13“ nervig oft gesagt. Ihre Klasse bestand aus bunt aus allen Ländern der Welt zusammengewürfelten Schülern.


Die Umstände in dem Puppenspiel waren zwar unglücklich für die Kinder, die Wilde 13 hatte sie nämlich geraubt und zu dem Drachen gebracht. Aber die Erkenntnis des Drachensatzes stimmt: Junge Menschen brauchen Qualifikation. ...

spacer

Software von nah und fern

Mit mehr als 40 Millionen Euro unterstützt die EU in Sofia den Aufbau eines europäischen „Silicon Valley“. Dorthin sollen sich Unternehmen wenden, wenn ihnen z. B. Softwareentwickler fehlen. Es geht um den sperrigen Begriff Nearshore-Outsourcing. ...

spacer

Herkulesaufgaben

„Wer nichts ist, und wer nichts kann, zündet Flüchtlingsheime an“, steht auf einem Plakat in der Münchner U-Bahn. Treffender lässt es sich kaum ausdrücken, was nicht sein darf. Fremdenhass ist etwas für gänzlich Verblödete. ...

spacer

Kopernikanische Wende?

Warum nicht mal eine kleiner Geschichtsexkurs in der [me]? Schließlich geht es um den Fortschritt im Maschinenbau. Dazu gibt es aus Mechatroniksicht einiges zu sagen. Früher gab es Maschinen mit etwas Software. Heute sprechen wir von Software mit etwas Maschine drum herum. Rein entwicklungstechnisch ist das so etwas wie die kopernikanische Wende.  ...

spacer

Ideen finanzieren

Es muss ja nicht der Film über fliegende Haifische sein, auf deren Rücken üble Nazi-Zombies reiten. Mit Crowdfunding werden meist vernünftige Dinge finanziert. Wer heute Ideen mit kommerziellem Erfolgspotential auf die Straße bringen möchte, sollte sich übers Crowdfunding bzw. die Schwarmfinanzierung Gedanken machen.  ...

spacer

Kakophones Konzert

Die Ratsche ist ein Lärminstrument, mit dem Kinder in der Karwoche in einigen Gegenden durch die Straßen der Dörfer ziehen. Sie wollen mit lautem Geklapper auf Gebetszeiten und Andachten aufmerksam machen und nebenbei noch einige Spenden plus Ostereier und Süßigkeiten kassieren. ...

spacer

iPhone mit Allrad

Alle Welt spekuliert. Baut Apple jetzt das „iCar“? Seit Wochen verdichten sich die Hinweise. Das Wall Street Journal meldet, dass bereits mehrere Hundert Leute am Geheimprojekt mit dem Codenamen „Titan“ arbeiten.  ...

spacer

Rettet das Abendland 

Quote ist kein schönes Wort. Für manche von uns klingt es wie ein etwas sperriges Männerverhinderungsding oder einfach wie ein Angriff auf das Leistungsprinzip: Wer gut ist, schafft es nach oben, heißt es oft. Aber sind Männer wirklich besser? ...

spacer

„Was Hänschen nicht lernt ...“ 

Routinen sind das Sparprogramm des Gehirns. Vierzig Prozent der Dinge, die wir tun, haben etwas mit Routinen zu tun. Das ist ökonomisch, spart es doch Kapazitäten für schwierigere Entscheidungen. Das Gewohnte hat großen Charme. Wir unterhalten uns am liebsten in Sprachen, die wir gut sprechen und verstehen, und nicht in jenen mit dem 50-Vokabeln-Wortschatz. ...

spacer

Die digitale Qual

Mit der Highspeed von 38 kb/sek läuft der Download meiner Antivirensoftware. Das Update schläft ein. Tatort ist München mit vergleichbar guter Netzabdeckung, möglich wären 5 000 kb/sek.


Wir leben in der digitalen Steinzeit, kaum ein Netzanbieter schafft es, seinen Kunden flottes Internet dauerhaft zu bieten. Wenn alle surfen, schrumpft die große Welle zur kleinen Woge. Auf dem weiten Land sieht es noch düsterer aus. ...

spacer

Ungeschützter Datenverkehr 

Wer die Daten hat, hat die Macht. Das ist eine einfache Rechnung, bei der unterm Strich die Generierung und Analyse der Informationen über Software läuft. Google hat dieses Geschäftsmodell zunächst für den Consumermarkt perfektioniert. Die Digitalisierung der Produktion steht auf der anderen Seite der Medaille. Diese Daten stammen aus Maschinen, Anlagen und Prozessen.    ...

spacer

Wo bleibt der große Wurf? 

Wir wissen alle, dass Industrie 4.0 mehr als die Vernetzung der Maschinen ist. Wir wissen auch, dass die Basistechnologien sowie Grundfunktionen und Dienste für Industrie 4.0 vorhanden sind. Bekannt ist auch das Rezept, Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit der Produktion durch Kommunikation und Intelligenz zu steigern um damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken und auszubauen.  ...

spacer

Old Security versagt

Das Internet-of-Things lässt grüßen. Kürzlich wurden Bot-Netze neuer Gestalt enttarnt. Bot-Netze sind mit Schadsoftware infizierte Computer, die von Kriminellen ferngesteuert und beispielsweise für Spam-Versand und für Attacken auf andere Computer missbraucht werden. Diesmal gingen die Spam-Mails von Hunderttausenden Geräten aus. Unter anderem wurden dabei Fernseher und Kühlschränke zum Versenden von Spam-Mails genutzt. ...

spacer

Alle für einen

Dort wo der Innovationsdruck hoch ist, sind gute Ideen gefragt. Und die braucht der deutsche Maschinenbau dringend. Die meisten Hersteller leben davon teure und komplexe Maschinen ins Ausland zu verkaufen. Das erzeugt einen enormen Innovationsdruck, denn was heute neuester Stand der Technik ist, wird morgen Standard sein. Ständige Innovationen sichern also das Überleben.

...

spacer

Innovation ist blau

Der junge Picasso hat in seiner Blauen Periode gemalt wie vorher kein anderer. Kunstexperten sprechen von bahnbrechender Innovation. Getrieben war sie von einem ungeheuren Kreativitätsschub. Kreativität ist die rebellische Schwester der Innovation. Eine kreative Idee ergibt noch lange keine Innovation. Sie wirbelt das Gewohnte durcheinander und bahnt neue Wege. ...

spacer

Gutes Wetter mit Social Media  

Social Media kommt wie das Wetter, unvermeidbar und oft stärker als man denkt. Der Besserwisser-Satz: „Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur falsche Kleidung“, trifft auch für die sozialen Netzwerke zu. Wettertechnisch gilt also: ob ein Unternehmen Social Media will oder nicht, aktiv betreibt oder nicht – dabei ist es immer.   ...

spacer

Give [me] five  

Die Zahl 5 ist ein Meilenstein – das erste Jubiläum der [me]. Jetzt ist Zeit, sich Gedanken zu machen, über Gott und die Welt, über den technologischen Fortschritt, über Innovationen, diese nützliche Form der Neuigkeit – und last, but not least über den neuerlichen Konsens zur Mechatronik. Alle wollen sie, alle reden davon, und einige packen sie wirklich an. Sogar Maschinen werden mechatronischer.  ...

spacer

Schwarmintelligenz

Maschinen werden komplexer und dennoch einfacher und funktionaler. Vor allem werden sie individueller. Der Kundenwunsch gibt den Ton an. Modular aufgebaute Maschinen schaffen die Möglichkeit der Differenzierung, Software ist dabei der Schlüssel zu den modular aufgebauten Maschinen, die sich immer mehr differenzieren – eben so wie der Anwender sie braucht.  
...

spacer

Arbeiten, um zu leben

Alle klagen über Fachkräftemangel. Gefragt sind Rezepte dagegen. Eines lautet: „Macht es den Bewerbern leicht, sich für uns zu entscheiden“. Dazu erscheint es höchst sinnvoll deren Bedürfnisse zu kennen. Doch wie leicht machen wir es ihnen? Dazu zunächst einige Zahlen und Meinungen:  ...

spacer

Nachhaltige Peanuts 

Wenn die Kuh per SMS den Bauern ruft, ist das sicherlich eine M2M-Lösung, die das Prädikat nachhaltig verdient. Wer sein Kapital in die in Echtzeit überwachten Kühe steckt, leistet mehr fürs nachhaltige Wirtschaften als Alt-Bundespräsident Wulff. Der lies für 100 000 Euro Porträts von Bundespräsidenten in der Villa Hammerschmidt aufhängen. Das Geld stammte aus dem Konjunkturpaket für Nachhaltigkeit.  ...

spacer

Kochen und klicken

Wer gerne kocht, aber nicht alle seine Rezepte im Kopf oder auf Papier hat, recherchiert im Internet. Selbst für einfache Gerichte wie Chili con Carne finden sich dort zig Varianten. Das Rezept in einem Video präsentiert, mit allen Ingredienzien einzeln vorgestellt, in der Zubereitung appetitlich gezeigt und viele kleine Tipps nebenbei erzählt, genießt dabei klare Präferenz. Fernsehköche wie Johann Lafer, Tim Mälzer, Alfred Biolek, Sarah Wiener oder Alfons Schuhbeck leisten auch im Internet Pionierarbeit. Kochen wird demokratisch und damit für frühere Küchenflüchtlinge zur Kür.  ...

spacer

Geschmeidig in die Kurve

Alle Welt redet von „flexibel“. Die deutsche Bundesbahn verspricht „flexibel reisen zum Normalpreis“. Ein populärer Buchtitel lautet „Weiblich, jung, flexibel“ und nimmt Flexibilität im Untertitel auf die Schippe: „Von den wichtigen Momenten im Leben, und wie man sie am besten verpasst.“  ...

spacer

"Aus 1 mach 10"

Das Hexeneinmaleins ist aktueller denn je. Teurer Strom und knappe Rohstoffe verlangen, mehr Produkte in kürzerer Zeit aus weniger Rohstoffen zu produzieren – „aus eins mach zehn“ – diese Rechnung steht ganz oben auf der Industrieagenda. Dazu gehören höchste Energieeffizienz und zur Würze eine Prise Nachhaltigkeit. 

...

spacer

Wo bleibt der Papierkorb?

Wer Sheriff in den USA werden will, muss bereit sein, auch seinen privaten Facebook-Account zu öffnen. Er könnte ja eine Gangsterkarriere hinter sich haben. Also, Passwort oder keinen Job. Auch Privatunternehmen erpressen von Bewerbern bereits Infos aus dem geschützten Bereich. Daten sind heiße Ware. Schließlich resultieren aus der Geschwätzigkeit im Netz unendlich viele Infos: Texte, Bilder und Videos schlagen dort auf – schnell wie aus der Pistole geschossen. ...

spacer

Er wusste zuviel

Betreiben Sie auf Facebook eine Unternehmens-seite? Dürfen Ihre Mitarbeiter im Büro facebooken und xingen? Zweimal ja? Klasse, dann liegen Sie im Trend und Ihr Unternehmen wird von Ihren Kunden als modern und innovativ beurteilt. Die aktuelle Studie »Application Usage and Risk Report« von Palo Alto Networks bestätigt, dass Postings und Social Networking-Anwendungen heutzutage rund dreimal so häufig genutzt werden wie noch im Herbst 2010.   ...

spacer

Kultur des Wissens

In manchen deutschen Hörsälen sitzen in Vor-lesungen heute nur Chinesen in den ersten Reihen. China stellt mit rund 26 000 Studenten die meisten ausländischen Studierenden in Deutschland. Zwei Drittel kehren nach dem Studium nicht in ihr Heimatland zurück. Chinesische Studenten könnten auch dabei helfen, den Fachkräftemangel in Deutschland zu bekämpfen. Allerdings müssen wir dazu offener werden und Aufenthaltsfristen verlängern.  ...

spacer

"Eben mal schnell die Welt retten"

Wer hätte das gedacht. Der Atomausstieg verändert unser Land schneller als erwartet. Das erschwert planvolles Handeln. Gut, der Politik wird das längst nicht mehr zugetraut, aber auch der Wirtschaft fehlen noch die durchgängigen Konzepte. Die großen Energieversorger erfinden sich nach anfäglichen Drohgebärden zur Zeit neu. Hinter der Abschaltung von 8 400 Megawatt gesicherter Kraftwerksleistung steckt ein riesiger Handlungsbedarf. „Der deutsche Strommarkt gleicht derzeit einer Baustelle ohne Architekten“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Bauarbeiter wissen zwar, worum es geht, aber der Bauplan fehlt eben noch. ...

spacer

"Leisetreter werden gehört"

„I want you feel the love that’s growing inside me“ waren die Worte von Beyonce, die zu einem neuen Twitter-Rekord führten. Das Outen der Schwangerschaft des Stars während den MTV VMA, hat sich in 8.868 Tweets pro Sekunde niedergeschlagen.
Hören, sehen, chaten: Präsent sein, in den Online-Communities oder in einem sozialen Netzwerk steht für Internetnutzer außer Frage.
spacer

Notaus 4 ever

Eine Revolution nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Energiekonzept, das sie letzten Herbst durchs Parlament gepeitscht hat. Mit ungewohntem Elan vorbei am Bundesrat, gegen  verfassungsrechtlichen Bedenken, und unbeeindruckt von Protesten Zehntausender Atomkraft-Kritiker. Jetzt frisst die Revolution ihre Kinder. Das eilig verkündete dreimonatige Moratorium  wirkt wenig glaubwürdig.

spacer

Wir sind die besten ...

"Wir sind die besten, im Osten und im Westen, vom Pol bis zum Äquator und auch in Ulan Bator." Der Ort in diesem Vers aus einem Ärzte-Song liegt in der Mongolei und tut eigentlich nichts zur Sache, es sei denn Sie besitzen dort eine Niederlassung und wir machen eine Reportage vor Ort.
Schließlich sind die Maschinenbaubranchen der [me]  international gut aufgestellt. 
Der eher  mit Erfolgsmeldungen  zurückhaltende VDMA meldet eine seit Sommer 2009 beispiellose Aufholjagd beim Auftragseingang.

spacer

Männer, die auf Technik starren ... 

George Clooney und Jeff Bridges wären sicher die Idealbesetzung für den Trailer zur SPS/IPC/DRIVES: „Männer, die auf Technik starren.“ Allerdings ist Technik keine Ziege, die bei intensiver Betrachtung umkippt. Technik will betrachtet werden – von Männern und von Frauen. Der Film „Männer, die auf Ziegen starren“ handelt übrigens vom Training ungeahnter Fähigkeiten. Um ungeahnte Fähigkeiten geht es auch in der Technik – und die sind unter beiden Geschlechtern normal und nahezu gleich verteilt.

spacer

Technik muss begeistern 

Den Unternehmen fehlen die Ingenieure zu Tausenden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht dadurch den Aufschwung gefährdet. Im Juli 2010 fehlten 36 800 Ingenieure, und die Lücken wachsen kontinuierlich. Der Ingenieurmangel wird sich in den nächsten Jahren verschärfen, stellte das IW kürzlich in einer Studie fest. In keinem anderen europäischen Industrieland rücken so wenige Ingenieure von den Hochschulen und Universitäten auf den Arbeitsmarkt nach.
Ein Grund ist die mangelnde Akzeptanz für technische Berufe bei Jugendlichen. Dabei ist Technik den Kids keineswegs fremd.

spacer

„Ich fahre elektrisch“

Die Hannover Messe wird von den Grünen organisiert, die  Automatica von Greenpeace, die Motek vom BUND und die SPS/IPC/Drives wird aushilfsweise vom Fraunhofer ISI geführt, weil beim WWF zu dieser Zeit das große Tigerschutzprogramm läuft und sich keiner mit Elektoautomation auskennt.

Das war nur ein Szenario zur „Green Automation“, die sich auf ihre geistigen Väter zurück besinnt. Keine Angst, wir lassen die Messen ihren angestammten Organisatoren: Der Deutschen Messe AG, der Messe München sowie der Schall Gruppe und der Mesago. Alle machen auf ihre Art einen guten Job, manche mehr, manche weniger. 

spacer

Es tut sich was

Wer glaubt Politiker hätten keinen Humor, der sollte sich doch mal Volker Kauder anhören. Der Chef der Unionsfraktion hat ohne ein Lächeln auf den Lippen formuliert: „Was Schwarz-Gelb macht, was Schwarz-Gelb will, das weiß ich doch nicht.“ Das ist ein klassischer Aphorismus der Bitterkeit, auch wenn manche meinen, es sei nur ein Freudscher Versprecher. Man stelle sich doch mal vor, was los wäre, wenn ein Projektleiter dem Kunden erklärt: „Wir konstruieren die Grundzüge der Maschine und möchten nicht, dass jemand in die Arbeitsabläufe unserer Konstruktion eingreift.

spacer

Kontrollverlust

Der Hype auf Cloud Computing ist groß. Doch keiner weiß so recht, was alles aus den Wolken kommt?
Cloud Computing verspricht den flexiblen und bedarfsgerechten Zugriff auf IT-Ressourcen wie Speicherkapazität, Rechenleistung und Software. Aus der Wolke werden zum Beispiel Software, Plattformen oder Infrastruktur „as a Service“ angeboten. Wenn Ingenieure auf ihrem Desktop arbeiten, können sie die Ergebnisse auf dem Cloud Server speichern. Außerdem können externe Konstruktionsteams gleichzeitig darauf zugreifen (siehe „3D aus den Wolken“, Seite 9). Wer konstruiert oder automatisiert kann sich auf dem Cloud Server bedienen. 

spacer

„20 Prozent auf alles“

Ein Virus geistert durch die Unternehmen: Der „Konjunkturrabatt“. In der Not der Krise hat sich das Virus in manch gute Geschäftsbeziehungen eingenistet. Findige Einkäufer haben dazu den neuen Krisenhit erfunden: „20 Prozent auf alles“.

Manche wollen einfach von jetzt an zurückgerechnet 15 bis 20 Prozent Nachlass auf die gesamten Bestellungen des Jahres. Bei insgesamt weniger Gesamtumsatz ist das sicherlich ein simples Mittel den Krisenschaden dem jeweils anderen in die Schuhe zu schieben, dem Zulieferer oder Maschinenbauer. Schnäppchenjäger ist dann der Endkunde. Er kann dann ein schickes Auto für die Hälfte des Preises erstehen - bevor er selbst seinen Arbeitsplatz verliert. Denn alles hängt zusammen, und wenn keiner Gewinne macht, geht es am Ende allen schlecht - und die Preise sind auf Jahre „kaputt“. Denn niemand kauft ein Auto dann drei Jahre später wieder zu realen Marktpreisen.

Eine kurze Charakteristik des gefährlichen Virus. Eigentlich geht der Konjunkturrabatt auf die Europäische Klimapolitik zurück. Das Ziel die klimaschädlichen Treibhausgase bis 2020 um 20 Prozent zu verringern wurde im Europäischen Rat im Dezember 2008 angesichts der Wirtschaftskrise relativiert. Ausnahmen und Sonderreglungen (siehe dazu *) haben die unter der deutschen Ratspräsidentschaft ehrgeizigen Klimaziele abgeschwächt. „Aber der Konjunkturrabatt, den man aktuell mit Blick auf die Wirtschaftskrise eingeräumt hat, geht fehl und macht angesichts der schon jetzt sichtbaren Schäden an der Natur und der Lebensgrundlage der Menschen Abstriche an einer ambitionierten Klimapolitik, die viel ruinöser sind als die Finanzkrise.“, kritisierte Klaus Töpfer, der Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung.
Eine Konsequenz dieses Konjunkturrabatts war der Verlust der Vorreiterrolle für Europas Klimapolitik. Zugegeben manch eine Vorreiterrolle gab es ja nur, nur deswegen, weil die anderen noch weniger getan haben. Vorreiter zu sein ist leicht, solange man keine Konkurrenz hat. Offenbar kommt der Antrieb jetzt aus USA, und sogar China macht sich für Klimaschutz stark.

Leider macht bei uns schlechtes Beispiel leicht Schule. Mit instinktloser Unverfrorenheit versprechen KFZ-Versicherer ihren Kunden einen Konjunkturrabatt. Markaber ist das „Quelle-Konjunkturprogramm“. Es bestand im April aus 20 % und im Mai aus 30 % Konjunkturrabatt aufs gesamte Modesortiment. Im Oktober kam dann der letzte Ausverkauf, und die Schnäppchenjäger haben zunächst einmal den Firmenserver lahmgelegt. Ich schließe mich Christian Wolfs Vorschlag an: Konjunkturrabatt ist das Unwort des Jahres (siehe Meine Meinung, Seite 8).

(*)Deutlich mehr als die Hälfte des notwendigen Klimaschutzes der EU zwischen 2005 und 2020 kann jetzt gemäß den neuen EU-Beschlüssen in Entwicklungsländern getätigt werden - und zwar statt und nicht zusätzlich zu dem notwendigen Klimaschutz zuhause.
Zweitens: Die Anreize für neue Kohlekraftwerke unterminieren die erforderlichen viel ehrgeizigeren Klimaziele nach 2020. Beides ist mit der aus gutem Grund selbst gesetzten Messlatte, dem Zwei-Grad-Limit für den globalen Temperaturanstieg, nicht vereinbar.

Diskutieren Sie mit
schaefer@agt-verlag.de

spacer

Traumfabriken

Über den Wolken muss die Faszination Auto wohl grenzenlos sein ... . Ganz unberührt vom realen Desaster von Porsche & friends zieht es Jungingenieure immer noch am stärksten zu den Automobilisten. Auf der Skala der beliebtesten Arbeitgeber für Abgänger von Ingenieursstudiengängen rangieren Porsche, Audi und BMW ganz oben, gefolgt von Siemens auf Platz vier. Aber kurz nach dem Automatisierer kommt Daimler auf Rang fünf um die Kurve.

Das Berliner Trendence Institut hat 25 000 deutsche Hochschulabsolventen (Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure) zu Präferenzen und Prioritäten rund um den Berufseinstieg befragt. Obwohl bei Jungingenieuren noch ganz oben, haben viele Automobilisten prozentual an Beliebtheit eingebüßt. Spitzenreiter Porsche sackte in der Gunst der Ingenieure von 15,6 Prozent auf 12,3 Prozent ab, BMW von 14 auf 11,9 Prozent. "Die Hiobsbotschaften der vergangenen Monate spielen hier sicher eine gewisse Rolle", räumt Trendence-Geschäftsführer Holger Koch ein.

Warum nur eine gewisse Rolle? Ist das immer noch gute Abschneiden Ergebnis früh kindlicher Auto-Fixierung oder schlichte Prägung durch Mamas zu schnelles Kinderwagenschieben. Oder der Ehrgeiz die nervige Kurventechnik der ersten Carrera-Rennbahnen beim Realauto zu verbessern? Alles sehr weit hergeholt, denn jungen Ingenieuren darf getrost rationales Denken unterstellt werden - wenn auch manche Traumfabrik-Präferenz überdacht werden sollte. Wie wäre es zum Beispiel mit den Hidden Champions der Automatisierung, den Mechatronik-Pionieren im Maschinenbau oder den zahllosen genialen Entwicklern in den mittelständische Betrieben. Hier gibt es viele Top-Unternehmen, die noch zu wenig präsent sind in den Köpfen des Ingenieurnachwuchses. Im Ranking der 100 Traumfabriken finden sich nur solche mit mehreren tausend Mitarbeitern. Leider fallen die mittleren und kleinen durchs Raster. Hier müssen der VDMA und der ZVEI noch viel Arbeit für Mitglieder leisten, die kleiner als Siemens, Festo, ABB, Bosch Rexroth, oder Krones sind. Ich sehe endlose Meetings auf die Verbände zukommen.

Auch journalistisch gemachte Fachmagazine stehen vor großen Aufgaben. Es gibt viel spannendes aus kleineren, aber technologisch faszinierenden Unternehmen zu berichten. Jubelarien aus der Automobilindustrie, die Fachzeitschriften leider so gerne drucken, bleiben im Stehsatz. Das schafft noch mehr Platz für die Hidden Champions. Ich freue mich auf das nächste Ranking und werde vorher noch mehr Jungingenieure als [me]-Leser gewinnen.

[me] wird zur Pflichtlektüre für Jungingenieure“

spacer
Online Werbung @ [me]
Hier können Sie Werbeflächen für Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung, Ihr Unternehmen schalten.
Kontakt
spacer

SF_Picture_90946


DEU_SW18_Main_Launch_160x600.gif


SF_Picture_90356

SF_Picture_80396
spacer