"Leisetreter werden gehört"

„I want you feel the love that’s growing inside me“ waren die Worte von Beyonce, die zu einem neuen Twitter-Rekord führten. Das Outen der Schwangerschaft des Stars während den MTV VMA, hat sich in 8.868 Tweets pro Sekunde niedergeschlagen.
Hören, sehen, chaten: Präsent sein, in den Online-Communities oder in einem sozialen Netzwerk steht für Internetnutzer außer Frage. Das Ergebnis der aktuellen BITKOM-Studie zu sozialen Netzwerken überrascht nicht: 76 Prozent aller Internetnutzer sind Mitglied in mindestens einer Online-Community, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 96 Prozent. Nach dem Lesen der Studie sollten Marketingleute von Maschinenbauunternehmen und Automatisierern die Frage erörtern: Welchen Nutzen bringen Social Media Auftritte, und wie erreicht man über Facebook & Co. bestehende oder gar neue Kunden?
Social Networking im B2B-Bereich ist nicht neu. Schon seit Jahren kommunizieren Firmen im Web mit ihren B2B-Zielgruppen. Kummuniziert wurde nicht auf den gehypten Plattformen wie Facebook oder Twitter, sondern vorwiegend in Foren, Blogs und Gruppen wie Xing oder LinkedIn. Ob auf kleineren Plattformen oder im großen Stil, zu jeder Social Media Kampagne gehört eine Strategie. Es muss klar sein, wie über die eigenen Produkte im Netz gesprochen werden soll und wo bereits online berichtet wird. Daraus werden dann „Social Media Guidelines“, eine integrierte Kommunikations-strategie sowie ein bedarfsgerechtes Monitoring entwickelt. Allerdings läuft die Social Media-Strategie im Séparée; sie erweitert den vorhandenen Medienmix der Unternehmenskommunikation.
Dabei geht es nicht um übliche Facebook-Belanglosigkeiten. Wer auf der Facebook-Fanpage postet, dass „unser Marketingleiter auf der Münchner Wiesn sein drittes Mass Bier leert“, fördert den Kommunikationsprozess des Unternehmens wohl kaum. Was zählt ist der direkte Dialog mit Anwendern, Kunden und Interessierten, um neue Produkte vorzustellen, Einsatzszenarien zu diskutieren, Bedürfnisse festzustellen und auf Verbesserungsvorschläge zu hören. Wer genau zuhört, gewinnt. Sobald die Kampagne beginnt, sollte eine Krisenstrategie in der Schublade liegen. Nicht schlecht ist es zu überlegen, warum sich Anwender negativ äußern und wie die Gründe abgestellt werden können. Sobald sich ein Unternehmen aus Angst vor Kritik entschließt, im Internet leise zu treten, können die Verantwortlichen auf eins vertrauen: Die Diskussionen finden im Web auch ohne Beteiligung des Unternehmens statt – das kann in jedem Forum, in jedem Blog geschehen. Auf der eigenen Seite, zum Beispiel einer Facebook-Fanpage, hat das Unternehmen jedoch die Möglichkeit, Stimmungen in der Community frühzeitig zu erkennen – oder wenn die Kritiklawine erst mal losgedonnert ist, mit dem Notdienst gezielt dagegen anzusteuern. 

 

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