Geschmeidig in die Kurve

Alle Welt redet von „flexibel“. Die deutsche Bundesbahn verspricht „flexibel reisen zum Normalpreis“. Ein populärer Buchtitel lautet „Weiblich, jung, flexibel“ und nimmt Flexibilität im Untertitel auf die Schippe: „Von den wichtigen Momenten im Leben, und wie man sie am besten verpasst.“


Aber was ist das eigentlich ‚flexibel‘? „Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umstände“, steht unter Wikipedia. Das Synonymwörterbuch schlägt u.a. vor: gewandt, elastisch, gelenkig, wendig. Weitere Facetten von flexibel sind: anpassungsfähig, undogmatisch, aufnahmefähig. Das ist fast schon zu viel des Guten. Besser, wir kriegen geschmeidig die Kurve und stellen flexibel als technische Eigenschaft in konkrete Bezüge. Also, was soll sich zum Beispiel ein Konstrukteur oder Maschinenbauer unter flexibel vorstellen? Wenn er Flexibilität richtig nutzt, ist sie die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs.


Vor einigen Jahren hieß es: Größer, höher, schneller, weiter – heute dagegen: flexibel. Hier zeigt sich der Paradigmenwechsel. Groß ist nur noch ein mögliches Maß, denn miniaturisiert und kompakt punkten weit besser. Auch nicht mehr die schnellste Maschine, die höchste Leistung sind die Schlüsselfaktoren zum Erfolg. Schnell kann heute fast jeder – Flexibilität entscheidet. Das heißt aber noch lange nicht, dass jetzt eine neue Bescheidenheit gefragt ist. Geschwindigkeit bleibt eine entscheidende Disziplin, allerdings weniger als reine Maschineneigenschaft, sondern besser als schnelle Reaktion auf wechselnde Kundenanforderungen. Flexibel sein, befähigt schnell die Kurve zu anderen Anforderungen zu kriegen.


Hier kommen modular aufgebaute Anlagen und flexible Maschinenkonzepte ins Spiel. Durch solche Maschinen sinkt das Investitionsrisiko, denn der Anwender liegt mit ihnen quasi immer richtig. Auf veränderte Marktanforderungen reagiert er flexibel und schnell mit Software, Elektronik und Mechanik modular konstruierter Anlagen. Des Weiteren verkürzt hohe Flexibilität bei der Maschinenkonfiguration die Fertigung und Inbetriebnahme und sichert die Nachrüstung und Erweiterung genauso wie sie der Markt wünscht. Gelebte Flexibilität bedeutet, heute werden auf einer Linie Verpackungen für Medikamente produziert und morgen Flakons, die Kundinnen für edle Parfüms wie La Prairie schätzen.


Kurzum, für zukunftssichere Investitionen im Maschinen- und Anlagenbau sind flexible Automatisierungssysteme erforderlich, die auf Standards basieren, erweiterbar sind und einheitliche Kommunikationslösungen ermöglichen. Genau das steht im Zentrum der Berichterstattung der [me]. Viel Spaß beim Lesen.

Herzlichst Ihr  Peter Schäfer

 September 2012

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