In die Zukunft investiert und Rekordergebnis erzielt

Der Kuka Konzern erreichte im abgelaufenem Geschäftsjahr Auftragseingänge in Höhe von 3.422,3 Mio. € und lag mit 20,6 % deutlich über dem Wert des Vorjahres (2015: 2.838,9 Mio. €). Mit diesem Rekordwert wurde erstmals die Drei- Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Alle drei Bereiche profitierten von Zuwächsen vor allem aus Nordamerika und China. Insbesondere der Bereich Robotics verzeichnet in China ein Plus von 21% im Auftragseingang.

Umsatzerlöse auf hohem Niveau

Die Umsatzerlöse des Kuka Konzerns erreichten im Jahr 2016 einen Wert von 2.948,9 Mio. € und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 2.965,9 Mio. €.
Die Book-to-Bill Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2016 mit 1,16 über 1 und deutet damit auf einen für 2017 zu erwartenden Umsatzanstieg hin (2015: 0,96).
Der Auftragsbestand des Kuka Konzerns erreichte zum Jahresende 2016 einen Wert von 2.048,9 Mio. €. Das ist ein Anstieg um 25,0% gegenüber dem Vorjahr (2015: 1.639,0 Mio. €). Der nach wie vor hohe Auftragsbestand repräsentiert rund zwei Drittel der Jahresumsätze und sichert damit für das Geschäftsjahr 2017 und teilweise für 2018 eine gute Auslastung.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 205,3 Mio. € nach 259,1 Mio. € im Vorjahr. Damit lag die EBITDA-Marge in 2016 bei 7,0% und in 2015 bei 8,7%. Der Kuka Konzern erwirtschaftete beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne die Berücksichtigung der Kaufpreisallokation für Swisslog und ohne Sondereffekte im Rahmen des Übernahmeangebots der Midea-Gruppe einen Wert von 166,0 Mio. € (2015: 194,3 Mio. €). Die EBIT-Marge lag bei 5,6% (2015: 6,6%). Gemäß der Konzernstrategie wurde in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens investiert und die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in 2016 um 20% auf 126,6 Mio. € erhöht.
Unter Berücksichtigung aller Aufwendungen in 2016 und 2015 erzielte Kuka im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT von 127,2 Mio. € (Marge: 4,3%), nach 135,6 Mio. € (Marge: 4,6%) im Vorjahr. Die Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea und die Abschreibung für die Kaufpreisallokation für Swisslog beliefen sich in 2016 auf 28,0 Mio. € bzw. 10,8 Mio. €.

Dividendenvorschlag von 0,50 € je Aktie

Auf Konzernebene lag das Ergebnis nach Steuern mit 86,2 Mio. € (2015: 86,3 Mio. €) auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 2,19 € in 2016 (2015: 2,39 €). Dieser leichte Rückgang ergibt sich durch die höhere Anzahl an Aktien im Vergleich zu 2015 aufgrund der durchgeführten Wandlungen im Rahmen der Wandelschuldverschreibungen in 2016. Daher schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,50 € je Aktie zu zahlen.
Im angelaufenen Geschäftsjahr lag der Free Cashflow im Kuka Konzern bei -106,8 Mio. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow mit 95,7 Mio. € noch deutlich positiv. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen dem starken Anstieg des Trade Working Capitals geschuldet, welcher maßgeblich durch den hohen Auftragseingang beeinflusst wurde. Mit der Umsatzrealisierung dieser Aufträge in den kommenden Quartalen erfolgt dann eine Verbesserung des Working Capitals mit positiven Einfluss auf den Free Cashflow.

Das Eigenkapital lag per 31. Dezember 2016 bei 840,2 Mio. € (2015: 732,5 Mio. €). Damit erhöhte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 30,8% auf 33,0%. Hierbei haben neben dem Jahresergebnis in Höhe von 86,2 Mio. € (2015: 86,3 Mio. €) und Unterschieden aus der Währungsumrechnung auch die restliche Wandlung von Anteilen an der Wandelschuldverschreibung in neue Kuka Aktien beigetragen. Die Wandlungen haben zu einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 44,6 Mio. € geführt.

Personalaufbau in Wachstumsregionen

Im Berichtsjahr erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Konzern um 7,2% von insgesamt 12.300 zum Jahresende 2015 auf 13.188 zum Jahresende 2016. Das Personal vor allem aber in der strategisch wichtigen Regionen USA und Asien, vor allem aber in China, aufgestockt.

Weiteres Umsatzwachstum erwartet

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet Kuka im Geschäftsjahr 2017 eine gute Nachfrage, vor allem aus China und Nordamerika. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt leicht positiv entwickeln. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage stabil verlaufen, nachdem die Investitionen der Kunden in den letzten Jahren bereits deutlich gestiegen sind, mit positiven Impulsen in den USA und in China. Kuka erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2017 einen Umsatz von rund 3,1 Mrd. €. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der Kuka Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und vor Wachstumsinvestitionen in Höhe von rund 45 Mio. € erreichen zu können. Die Investitionen betreffen zum Beispiel konzernübergreifende Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Mobilität, General Industry und China. Kuka erwartet, dass sich durch diese Investitionen in den kommenden Jahren für das Unternehmen zusätzliche Wachstumsfelder erschließen lassen, die sich in höheren Umsätzen widerspiegeln sollten. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2017 mit rund 10 Mio. € auf dem Vorjahresniveau liegen.

Der vollständige Geschäftsbericht 2016 ist im Internet abrufbar unter

https://www.kuka.com/de-de/investor-relations/berichte-und-präsentationen

 

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