Alles in Edelstahl

Produktions- und Verpackungsmaschinen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Maschinen für die Pharmaindustrie unterliegen umfassenden Forderungen nach hygienischem Design. Lassen sich Automatisierungs- und Antriebskomponenten in direkter Nähe zum Produkt nicht kapseln, müssen auch sie den Hygienevorschriften Genüge leisten.

Neben Schaltschränken, HMIs und Sensoren hat Schneider Electric deshalb auch Servoantriebe und Roboter in Edelstahl und entsprechender Schutzart entwickelt.

Hygienic Design steht bei Schneider Electric im Zentrum der Entwicklung von Lösungen. Durch die starke Position insbesondere im Verpackungsmaschinenbau mit vielen hygienesensiblen Anwendungsbereichen in der Kosmetik-, Pharma- oder Molkereiproduktion hat das Unternehmen mit Sitz in Leinfelden bereits früh auf Kundenanforderungen reagiert. Als Lösungsanbieter arbeitet das Unternehmen in der Produktentwicklung oft direkt mit seinen Kunden zusammen, um optimal auf die Anforderungen der Branchen abgestimmte Produkte auf den Markt zu bringen. Neben Standard-Produktreihen im Bereich Sensorik oder Schaltschrankgehäusen sind daher heute auch Servomotoren, komplette Roboterkinematiken für Pick & Place-Lösungen sowie auch die an Verpackungsmaschinen typischen Schwenkarm-Bedienlösungen in Edelstahl verfügbar.

 

Hygienelösungen für schnell laufende Maschinen


Alles, was sich bewegt, verlangt aus Hygienesicht nach besonderem Augenmerk. Insbesondere die für moderne, schnell laufende Maschinen so wichtigen synchron fahrenden Servomotoren sind hier im Fokus. Ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Produktentwicklung sind daher die Edelstahl-Servomotoren Lexium SHS. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit einem Maschinenbau-Unternehmen, welches auch über ein Portfolio von Maschinen im Bereich der Fleisch-, Wurst- und Käseverarbeitung verfügt.


Bei der Entwicklung der Motoren wurden konsequent die EHEDG- und FDA-Hygienerichtlinien berücksichtigt. Das bietet dem Maschinenhersteller optimale Unterstützung bei der Zertifizierung der Gesamtmaschine.

 

Motor mit Nähe zum offenen Produkt


Der Motor ist überall dort einsetzbar, wo direkte Nähe zum offenen Produkt besteht und somit ein Lebensmittelkontakt entstehen kann. Das glatte Edelstahl-Rundgehäuse mit Einkabel-Anschlusslösung reduziert hierbei Schmutzkanten und Schmutznester. Die Schutzart IP67 bzw. 69K schützt vor Eindringen von Spülflüssigkeit bei den in hygienerelevanten Bereichen üblichen regelmäßigen Hochdruckreinigungen (wash down).


Elektrisch und steuerungstechnisch gesehen verhalten sich die Motoren vollständig kompatibel zu den Standardmotoren. Ein weiterer Vorteil eines hygienischen Motoren-Designs für den direkten Einsatz im Hygienebereich gegenüber konventionellen, gekapselten oder eingehausten Motoren liegt in der deutlich besseren Wärmeabfuhr. Gerade bei schnell getakteten Maschinen darf dieser Aspekt nicht unterschätzt werden.


Ein weiteres Beispiel eines speziell für hygienische Anwendungen entwickelten Produkts ist der Delta-3-P4-Picker-Roboter. Alle Teile der Gehäuse und der Kinematik bestehen aus Edelstahl, die Gelenkpfannen aus lebensmittelverträglichen Kunststoffen ohne Schmiermittelbedarf. Dank der komplett gekapselten Motoren sind die Roboter wash-down-fähig. Dabei ist das Gehäuse in IP65, die bewegten Teile in der Schutzklasse IP 69K ausgeführt. Bei Bedarf ist auch eine vom Fraunhofer Institut IPA-zertifizierte Version erhältlich, die bei voller Leistung die Anforderungen der Reinraumklasse 6 erfüllt.

 

Roboterarme aus Edelstahl


Die Verwendung von Edelstahl für die Roboterarme und die Drehachse ist nicht nur mit Blick auf die Material-Oberfläche ein Aspekt für konsequente Hygiene: anders als der für Roboterarme gerne genutzte Werkstoff Kohlefaser kommt es bei einem Crash lediglich zu Knicken oder Brüchen. Eine Kontamination von Lebensmitteln beschränkt sich im schlimmsten Fall auf einige wenige Bruchstücke. Ein Metall-Detektor erkennt kontaminierte Lebensmittelprodukte, eine Aussonderung ist möglich. Anders bei Kohlfaser: Birst das Material, kontaminieren kleinste Fasern die komplette Maschine inklusive der Raumluft. Eine Dekontamination ist extrem aufwändig und führt zu spürbaren Produktionsausfallzeiten.

 

Schaltschrank-Komponenten aus einer Hand


Als Komplettlieferant bietet Schneider Electric darüber hinaus 99 Prozent aller Komponenten eines Schaltschrankes aus einer Hand. Der Schaltschrank selbst wird im hygienischen Bereich in 304L-Edelstahl ausgeführt, welcher dafür aufgrund von Korrosionsbeständigkeit und guten Reinigungseigenschaften optimal geeignet ist. Ergänzende Produkte sind zum Beispiel Edelstahl-HMIs und kompakte Ecolab-zertifizierte Edelstahl-Sensoren in IP69K.

www.schneider-electric.com

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Beitrag aus [me] 1/2016

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