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Oben ohne

Nicht der Wind, sondern die Segel bestimmen den Kurs. Allerdings klappt das mit dem gewünschten Kurs nur, wenn man die Windrichtung genau einschätzt. Woher der Wind weht, lässt sich über den Verklicker ablesen. Doch seine Stellung zeigt auf Fahrt nur den „scheinbaren“ oder Bord-Wind, der sich aus Fahrt- und wahrem Wind zusammensetzt. Auf den wahren Wind muss der Segler schließen. Dazu braucht er Erfahrung.

Lässt er sich täuschen, bestimmen der Wind und nicht die Segel den Kurs.

Zur Zeit herrscht Windstille in der Industrie. Um zu sparen, wird sich aufs scheinbar Wesentliche konzentriert - und um beim Bild des Segelns zu bleiben - wird auf das verzichtet, was zur Windbestimmung gehört. Gesegelt wird oben ohne: ohne Instrumente und ohne Windkenner. Was nicht unmittelbar mit den Kernkompetenzen zu tun hat, fällt dem Rotstift zum Opfer. Viele Unternehmen kürzen ihre Marketingbudgets, beerdigen Projekte, wenn sie händeringend nach Sparpotenzialen suchen. Oft werden nicht nur die Etats radikal gekürzt, es werden auch Marketingverantwortliche vom Hof gejagt.

Die Rechnung scheint simpel, wenn Flaute herrscht, sind Leute verzichtbar, die sich mit der Zusammensetzung einzelner Windkomponenten auskennen. Das Erkennen von Markttrends und die viel beschworene Orientierung an Kundenwünschen bleiben mit dem Marketing auf der Stecke. Wenn der Kunde nichts ordert, hat er offensichtlich keine Wünsche.

In der Wirtschaftkrise ist es fatal, wenn sich Unternehmen nur unzureichend mit der Markt- und Wettbewerbssituation wie auch der Vermarktung der Produkte beschäftigen. Jedes Unternehmen braucht heute Marketing. Und wer sich in seinem Angebot allein auf seine hervorragenden technischen Kenntnisse und Fertigkeiten verlässt, agiert bald am Markt vorbei.

Das Gespür für Trends, Zielgruppen und Kundenbedürfnisse ist nun mal eng ans Marketing gekoppelt. Fehlendes oder falsches Marketing verstärkt vor allem nach der Krisen die Probleme. Das Boot wird manövrierunfähig.

Wenn wieder Wind aufkommt – wird einfach lossegelt. Hauptsache das Boot bewegt sich wieder. Doch im Zickzackkurs wird entscheidende Zeit zum Ziel verspielt. Oft erreicht der Wettbewerber den Kunden viel schneller.

Nicht auszudenken, wenn Unternehmen, die jetzt für Qualität und Service stehen, alles auf die Preiskarte setzen (müssen): Preisstürze, Rabatte und vielleicht sogar Abwrackprämien für alte Maschinen. Das darf doch nicht wahr sein!

Zitat:
„Fehlt das Gespür für Trends?“

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Wetterberichte

 Stellen Sie sich einen Wetterbericht vor, bei dem alle 5 Minuten die Aussichten nach „unten“ korrigiert werden. Oder das Barometer, das täglich nach unten verlängert wird. Alles nach dem Motto: wer jetzt noch Licht im Tunnel sieht, wird gleich vom Zug erfasst.

Fachjournalisten kehren Scherben zusammen, die Medienmacher hinterlassen, die glauben, „bad news are god news“. Also werfen wir unsere mechatronische Mutmachermaschine an und berichten über Modelle, die trotz Krise funktionieren und über Macherinnen, die sich so schnell nicht unterkriegen lassen. Die Maschine funktioniert, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Kollege Heinrich will die Maschine übrigens patentieren lassen. Er sieht über den Tellerrand – auch mit verrückten Ideen.

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Vom Prinzip Hoffnung und unserem Steuergeld lebt die Abwrackprämie. Konjunkturelle Luftnummer oder ernster Anstoß? Jedenfalls fahren Fiat, Renault und Toyota jetzt Sonderschichten. Vielleicht werden noch einige Kerzen für Opel angezündet.

Das Modell Abwrackprämie ist altes Eisen. WMF fordert seine Kunden schon länger auf, altes Besteck gegen neues zu tauschen. Das Zauberwort lautet hier Austauschaktion. Das hört sich besser an als Abwracken und kurbelt die Besteckproduktion genauso wenig nachhaltig an wie die Subvention für Autos. Meine alten Löffel werde ich nicht abgeben, austauschen oder abwracken.

Schön, dass die Schaeffler-Gruppe - zumindest vorläufig - nicht die Löffel abgeben muss. Das Unternehmen ist globaler als die weltweite Förderidee, die mit dem großen A anfängt. In jedem Auto auf dieser Welt sind im Schnitt 60 Teile aus der Schaeffler Gruppe verbaut – egal ob Mercedes, BMW oder Tata. Die Summe der Teile ergibt zwar noch kein Auto oder eine Anlage - aber die Teile basieren auf Innovation. Schließlich nehmen die Marken INA, FAG und LuK den fünften Platz unter den Unternehmen mit den meisten Patenten ein, und die Gruppe gehört zu den 10 patentfreudigsten.

Doch innovativ zu sein, macht heute nicht nur Freunde. So waren die Reaktionen auf die erste [me] zweigeteilt: „Ein tolles Heft, frische Optik, spannend zu lesen – mutig“, meinten die einen. „Aber warum gerade in diesen Zeiten etwas neues?“, sagten die anderen. Unsere Antwort: Wenn nicht jetzt, dann nie! Und wer könnte besser Mut in gefährlichen Zeiten machen als wir, die neuen. Für Krise gibt es im Chinesischen zwei Zeichen. Eins bedeutet Gefahr, das andere Chance. Wir werden sie nutzen, über Mechatronik berichten, und dafür sorgen, dass das Wetter besser wird! Übrigens vielen Dank an die, die unsere „Mission Mechatronik“ unterstützen und uns Mut machen, neues zu wagen!

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