Page 16

2017_at2

S 16 agile technik Aus dem Feld in die Cloud Das Potenzial der RFID-Technologie lässt sich oft nur dann voll ausschöpfen, wenn die Daten aus dem Feld direkt in ein IT-System übertragen werden. Neoception, das Tochterunternehmen von Pepperl+Fuchs, hat dafür ein Basismodell entwickelt. Der Clou: Ohne viel Aufwand lässt es sich an die jeweiligen Kundenbedürfnisse anpassen.  Tobias Kehl Das industrielle Internet of Things (IIoT) setzt eine ganz neue Infrastruktur in Industriebetrieben voraus. Eine solche Struktur muss in der Lage sein, Anlagen- und Prozessdaten in ihrer ganzen Tiefe zu erfassen, diese zu übertragen und zu verarbeiten. Die heutige Steuerungs und Datenerhebungs-Infrastruktur gibt jedoch häufig nur einen Bruchteil dieser Daten in der Automatisierungspyramide nach oben weiter. Eine SPS beispielsweise empfängt und verarbeitet in der Regel nur Sensordaten, die für die Steuerung der Anlage erforderlich sind. Dabei kann ein moderner Sensor viel mehr. Er liefert nicht nur Messwerte, sondern jede Menge anderer nützlicher Daten, wie zum Beispiel Informationen über den Sensortyp oder den übergeordneten Prozessablauf. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel wissen will, wie oft es einen Ladungsträger oder eine Gussform benutzen kann, bis sie ausrangiert werden muss, benötigt es keine SPS. Zwar ließe sich diese so programmieren, dass die Daten beispielsweise an eine Cloud übertragen werden. Aber: Die meisten Geräte, die heute in Betrieb sind, können modernen Konnektivitäts- und Sicherheitsstandards nicht ansatzweise genügen. Deshalb wäre es riskant, diese Geräte ans Internet anzubinden. Die Alternative zur SPS Neoception hat daher nach Alternativen zur SPS gesucht Aufbau und Datenfluss im Basismodell „RFID2C“ von Neoception User User Neon Partner Cloud ERP Ident Ident Gateway Reader Reader Reader Reader p Mit Hilfe der RFID-Technologie erreicht der Nutzer einen barrierefreien Datenfluss vom Werkstück bis in die Cloud. Zudem können die Daten standortübergreifend erfasst und dargestellt werden. Neoception: Nutzervorteile auf einen Blick – Basisfunktionalitäten können sofort getestet werden – Gateway ist vorkonfiguriert – Anbindung an bestehende Systeme wie SAP oder kundenspezifische Applikationen – Applikation/Visualisierung/Auswertung beliebig möglich – Der Kunde mietet das System und hat lediglich Entwicklungskosten für kundespezifische Anpassungen Barrierefreier Datenfluss vom Werkstück bis in die Cloud – Der F190 RFID-UHF-Schreib-/Lesekopf von Pepperl+Fuchs (Reader) kann Daten lesen und schreiben; voreingestellte landesspezifische Parameter vereinfachen die Installation. – Die Auswerteeinheit IDENTControl von Pepperl+Fuchs (Ident) ist in der Lage, alle weltweit gängigen Feldbusse anzusteuern. An die Einheit lassen sich vier Leseköpfe aller marktgängigen RFID-Frequenzen anschließen. – Das Gateway ist vorkonfiguriert, kann aber jederzeit an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. – Die Kommunikation des Gateways erfolgt auch bei vorhandener Firewall. – Über sichere Schnittstellen kann die Datenbank in der Cloud mit kundenspezifischen Applikationen verknüpft werden (Neon); ebenso beispielsweise an bestehende SAP-Systeme (Partner Cloud/ERP).


2017_at2
To see the actual publication please follow the link above