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S 20 agile technik Die Autorin Dipl.-Ing. Anja Moldehn, Senior Project Manager Industrie 4.0, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont  9–310 Das Industrie 4.0-Projekt mit einer Cloudto Cloud-Kommunikation für die vorausschauende Wartung ist im Training Center von Phoenix Contact in Schieder geplant und gebaut worden. q Das Trennverstärker-Umlaufsystem am Standort Bad Pyrmont setzt eine Industrie  4.0-gerechte Fertigung um. Schwerpunkt in Zukunft auf Big-Data-Analysen oder den Support von Drittanbietern per Cloud-to-Cloud-Kommunikation verschieben. Predictive Maintenance respektive vorausschauende Wartung ist hier aktuell das am häufigsten genannte Arbeitsfeld. Phoenix Contact arbeitet an verschiedenen Projekten, in denen Lösungen für die Praxis entwickelt werden. Ein Testbed zur Cloud-to-Cloud-Kommunikation zielt darauf ab, durch eine vorbeugende Wartung Ausfälle in der Produktion und Gebäudetechnik zu vermeiden. Im Rahmen der bep werden die Daten der Stadionbeleuchtung automatisch über die Proficloud an die Software IONE von Solihde weitergeleitet. Diese erkennt die nachlassende Qualität der Leuchtmittel, bevor es zu einem Ausfall kommt. Der Austauschzeitpunkt einer Leuchte, die in Kürze defekt sein wird, erscheint in der Prozessvisualisierung des Stadionbetreibers, in diesem Fall der Visualisierung des Kickers. Das für den Messeauftritt konzipierte anschauliche Beispiel lässt sich einfach auf den Anlagenbetrieb oder die Gebäudeautomation übertragen: Die Nutzung der digitalen Daten reduziert die durch Verschleißteile hervorgerufenen Stillstandszeiten deutlich oder vermeidet sie komplett. Auf Cloud-Basis eigene Geschäftsmodelle entwickeln Die durchgängige Verwendung von Daten über Cloud-Lösungen eröffnet den Vorteil, dass übergreifende Systeme auf die stets aktuell gehaltenen Informationen zugreifen und so beispielsweise eine präventive Wartung anzeigen können. Proficloud von Phoenix Contact erweist sich hier als bestens geeignete Plattform für eine IoT-basierte Automation, denn sie erlaubt die Schaffung flexibler, optimierter Prozesse sowie die Einbindung von Third- Party-Applikationen. Auf der Grundlage der offenen Cloud-Lösung können sowohl produzierende Unternehmen als auch Serviceanbieter eigene Webanwendungen aufbauen sowie Dienstleistungen und mobile Applikationen entwickeln und betreiben. u www.phoenixcontact.de/industrie4_0 trieblichen Qualifizierung ist dazu der Kicker  4.0 umgesetzt worden. Die Erfassung der während des Spiels entstandenen Daten, deren intelligentes Management sowie die Überwachung von Prozessdaten über Cloud-Systeme veranschaulichen den Nutzen der Digitalisierung. Das System kennt so nicht nur die Spieldauer und erzielten Tore, es führt ebenfalls Statistiken über jeden Ball. Die „Stadionbeleuchtung“, die den Spielern eine Live-Atmosphäre vermittelt, wird ferner über Cloud-Services überwacht. Mit einer vorbeugenden Wartung Ausfälle verhindern Gemeinsam mit dem Softwarespezialisten Solihde verdeutlicht Phoenix Contact mit dem Kicker 4.0 Synergien, die aus der unternehmensübergreifenden Nutzung von Prozessdaten in der Cloud resultieren. Dabei repräsentieren der Kicker und die zugehörige Bällesortiermaschine eine Anlage im Maschinenbau. Der Kickerball des jeweiligen Spielers ist mit einem RFID-Transponder (Radio Frequency Identification) versehen. Durch die eindeutige Zuordnung des Produkts „Kickerball“ wird die Herstellung einer Stückzahl 1 möglich. Die relevanten Prozessdaten stehen in der Proficloud zur Verfügung, wo sie überwacht sowie für weitere Services genutzt werden können. Die durchgängige Verwendung der Daten über Cloud-Systeme im Maschinenbau oder der Gebäudeautomation hat den Vorteil, dass übergeordnete Systeme zum Beispiel auf Materialverwaltungsdaten zugreifen können, um eine anstehende Wartung zu melden. Das Testbed des Kickers 4.0 zeigt, wie sich mit einer vorbeugenden Wartung Ausfälle verhindern lassen. Im Fall des Kickers


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