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Digitalisieren, aber richtig! Die Welt wird immer vernetzter – und Unternehmen aus Bereichen wie Maschinenbau, industrielle Produktion, Automatisierung, Verpackung, aber auch der Logistik werden sich immer stärker mit diesem Trend befassen müssen. Informationen und Algorithmen spielen dabei eine zentrale Rolle und die gewonnenen „Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, am Ende des Tages müssen sich Projekte und Geschäftsmodelle rechnen“ Daten werden zweifelsohne zum entscheidenden Rohstoff der Zukunft. Digitale Transformation darf jedoch nie zum Selbstzweck werden, weil es aktuell hip ist, sich mit 4.0-Projekten zu beschäftigen. Am Ende des Tages müssen sich die geplanten Vorhaben und Geschäftsmodelle rechnen. Kunden erteilen nicht wegen Schlagworten wie Digitalisierung oder Industrie 4.0 neue Aufträge. Vielmehr wollen sie einen zeitnahen Return-on-Invest (ROI) erreichen und gleichzeitig wettbewerbsfähiger werden oder die Verfügbarkeit ihrer Systeme und Anlagen konsequent erhöhen. Um die physische mit der digitalen Welt zu verknüpfen, muss ein Paradigmenwechsel stattfinden. In der Praxis gilt es, weg zu gehen von klassischen Fertigungslinien und diese durch Echtzeit-Produktionsanlagen und -Logistiknetzwerke zu ersetzen. Auf dem Weg dahin muss „End-to-End“ gedacht und gehandelt werden – also das große Ganze im Blick haben. Produktion, Lieferanten, Intralogistik, Transport und Konsumenten werden in diesem Netzwerk dank einer Vielzahl an Daten und Informationen immer mehr zu einem vernetzten Wirkungsgefüge. Ziel ist die übergreifende Optimierung der Wertschöpfungskette. Um dies zu schaffen, sind zwei entscheidende Dinge notwendig: die vertikale und horizontale Durchgängigkeit der „digitalen Ökosysteme“ sowie die Integration der unterschiedlichen Netzwerk-Teilnehmer via Standard-Schnittstellen. Durch die Integration der datenbasierten Ökosysteme lassen sich © fotolia style-photography auch modernste Technologien wie „digitale Zwillinge“ nutzen. Mit den digitalen Kopien von physischen Produktionsanlagen oder Logistikzentren können eine Vielzahl von Aktivitäten während der Projektlaufzeit schon im Vorfeld der Umsetzung effektiv und kostengünstig durchgeführt werden. Man denke beispielsweise an Planung, Implementierung und Tests sowie im Betrieb an Überwachung und Instandhaltung. Soviel vorweg, in unserem Sonderteil „agile technik“ präsentieren wir interessante Lösungsansätze, die veranschaulichen, wie Sie die digitale Transformation erfolgreich nutzen und die Vorteile von Industrie 4.0 praktisch umsetzen können. Viel Spaß beim Lesen. Ihr agt-Redaktionsteam Peter Schäfer, Christoph Scholze, Gerd Fahry, Dr.-Ing. Michael Hobohm


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