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Titelthema 11   Die Antriebsexperten aus Schönaich www.me-magazin.com Diese müssen nicht nur zur eigenen Unternehmensstruktur passen, sondern auch von den Beteiligten akzeptiert werden. Wissensmanagement wird zum zentralen Unternehmensthema Die Kernprozesse eines Wissensmanagements sind daher vielschichtig. Sie gliedern sich in viele unterschiedliche strategische und operative Bereiche, mit einem gemeinsamen Ziel: der Kundennutzen und – direkt damit verknüpft – der Unternehmenserfolg. Es gilt für jedes Unternehmen, einzelne Schritte zu definieren, spezifizieren, mit geeigneten Strategien in die Praxis umzusetzen, zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren. Der Antriebsspezialist Faulhaber hat sich dieser Herausforderung bereits frühzeitig gestellt. Wissensmanagement in sei- Die Faulhaber-Gruppe mit ihren 1 700 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Entwicklung, Produktion und Einsatz von hochpräzisen Klein- und Kleinstantriebssystemen, Servokomponenten und Steuerungen bis zu 200 Watt Abgabeleistung. Dazu zählt die Realisierung von kundenspezifischen Komplettlösungen ebenso wie ein umfangreiches Programm an Standardprodukten wie bürstenlose Motoren, DC-Kleinstmotoren, Encoder und Motion Controller. Die Marken der Faulhaber-Gruppe gelten weltweit als Zeichen für hohe Qualität und Zuverlässigkeit in komplexen und anspruchsvollen Anwendungsgebieten wie Medizintechnik, Bestückungsautomaten, Präzisionsoptik, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt sowie Robotik. Vom leistungsstarken DC-Motor 200 mNm Dauerdrehmoment bis zum filigranen Mikroantrieb mit 1,9 mm Außendurchmesser umfasst das Faulhaber Standardportfolio mehr als 25 Millionen Möglichkeiten, ein optimales Antriebssystem für eine Anwendung zusammenzustellen. Dieser Technologiebaukasten ist zugleich die Basis für Modifikationen, um auf besondere Kundenwünsche hinsichtlich Sonderausführungen eingehen zu können. ner ganzen Vielschichtigkeit ist zentrales Thema im gesamten Unternehmen, also in allen Bereichen und an allen Standorten. Es betrifft sowohl die Entwicklung und die Produktion als auch Vertrieb und Marketing. Dabei befindet sich dieses Wissen im Prinzip – wie in allen anderen Unternehmen auch – an unterschiedlichen Orten: in Archiven, Datenbanken, der Cloud und eben in den Köpfen der Mitarbeiter. Passende Tools richtig verknüpfen Papierablagen sollten heute eigentlich der Vergangenheit angehören. Sie bergen viel nicht nutzbares Wissen, weil die Dokumente erfahrungsgemäß oft nicht aktuell oder schwer zu finden sind. Der Antriebsspezialist vermeidet deshalb die Ablage von Papierdokumenten und investiert konsequent in die eigene IT. Zentrale Themen sind dabei durchgängige Datenstrukturen mit definierten Schnittstellen, harmonisierte Systeme innerhalb der Gruppe, kontinuierliche Datenpflege und die Anpassung der eingesetzten Systeme entsprechend der jeweiligen Notwendigkeiten. So bietet es sich beispielsweise durchaus an, statt mit komplexen Tools in bestimmten Bereichen mit von allen beherrschbaren Excel-Tabellen oder anderen Werkzeugen zu arbeiten, die von den Mitarbeitern akzeptiert und deshalb auch konsequent genutzt werden. Große Systeme wie ERP und PLM sind zwar notwendig, um eine große Datenflut zu beherrschen, aber oft sind die kleinen Systeme ausreichend und flexibler. Es gilt, die Dinge angemessen zu tun. Und aus diesem Grund ist auch die zentrale Be


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