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12 Titelthema reitstellung aller notwendigen Informationen in der Cloud ein wichtiges Thema für den Antriebsspezialisten mit seinen verschiedenen, auf unterschiedliche Länder verteilten Standorten. Eigene Server und VPN-Verbindungen sorgen hier für die nötige Sicherheit. Mitarbeiter vernetzen Eine ganz besondere Herausforderung ist es jedoch, das Wissen der Mitarbeiter nutzbringend miteinander zu verknüpfen. Es sind schließlich viele Wissensträger ohne standardisierte „USBSchnittstelle“,   2.2017 die sich erst einmal kennen müssen. Sie leben an verschiedenen Standorten, sprechen unterschiedliche Sprachen und haben unterschiedliche Denkweisen. Außerdem muss jedem Einzelnen der Wissensbedarf des anderen klar sein. Dazu sind vielschichtige Maßnahmen notwendig. Die Bandbreite reicht hier vom personellen Austausch Der Antriebsspezialist Faulhaber hat sich dieser Herausforderung bereits frühzeitig gestellt. Wissensmanagement in seiner ganzen Vielschichtigkeit ist zentrales Thema im gesamten Unternehmen, also in allen Bereichen und an allen Standorten. q Motion Controller einer neuen Generation. Drei Gerätevarianten decken unterschiedliche Einsatzbereiche ab. Wie schon die bestehenden und auch weiterhin verfügbaren Produkte sind auch die neuen V3.0-Geräte perfekt auf die DC-Kleinstmotoren aus dem Faulhaber-Portfolio abgestimmt, aber nicht darauf begrenzt. (Bilder: Faulhaber) der Mitarbeiter zwischen den Standorten über geförderte Weiterbildungsangebote, die bei Faulhaber regen Zuspruch finden, bis hin zum Wissenstransfer direkt an der Produktionslinie. Dazu gehören Vortragsreihen externer Experten ebenso wie fundierte Zusatzqualifikationen in eigenen Schulungszentp ren. Außerdem wurde der Kommunikationsfluss zwischen den an den unterschiedlichen Projekten beteiligten Mitarbeitern durch die Nutzung zeitgemäßer Medien deutlich verbessert. Per Videokonferenzen tauschen sich die Vertreter aus Vertrieb, Applikation, Produktionsplanung, Einkauf und Controlling in regelmäßigen, an die jeweiligen Projekte angepassten Abständen aus. Letztendlich laufen Entwicklungsprozesse schneller ab, zumal für spezielle Aufgabenstellungen auch externe Wissensträger in diese Prozesse eingebunden werden können. Standortübergreifende Koordination von Kernkompetenzen, enge Verzahnung mit den eigenen Lieferanten sowie Networking mit Forschungsinstituten und Verbänden schaffen die besten Voraussetzungen für innovative Produkte. Jüngstes Beispiel sind Motion-Controller einer neuen Generation, die trotz hoher Funktionsdichte und anspruchsvoller Hard- sowie Software termingerecht und in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Markt kamen. Entwicklungs- und Lieferzeiten verkürzen Auch für die Produktion hat das gelebte Wissensmanagement positive Auswirkungen. So finden sich die Mitarbeiter problemlos an unterschiedlichen Produktionslinien zurecht, bei Bedarf sogar an anderen Standorten. Letztendlich lassen sich dadurch Engpässe vermeiden und eine gleichmäßige Auslastung erreichen. Hinzu kommt das sogenannte Shopfloor-Management (SFM). Kern dieses SFM bilden täglich stattfindende kurze Treffen direkt in den einzelnen produzierenden Montagegruppen und Produktionslinien, in denen die Entwicklung der relevanten Kennzahlen, vor allem aber aktuell auftretende Störungen rund um die Produktion kommuniziert und gelöst werden. Das Resultat sind deutlich gesunkene Durchlaufzeiten und Fehlerquoten in der gesamten Produktion. Der Nutzen des an das Unternehmen angepassten Wissensmanagements ist damit beachtlich, denn durch den optimierten Wissenstransfer verkürzen sich Entwicklungs- und Lieferzeiten, was sich nicht nur für das Unternehmen selbst rechnet, sondern auch die Anwender schnell schätzen gelernt haben. Wer sich langfristig am Markt behaupten will, kann sich Faulhaber durchaus zum Vorbild nehmen. u www.faulhaber.com  15–H29


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