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18 Hannover Messe Industrie 4.0 wird erwachsen Ist die Digitalisierung im Mittelstand angekommen? Oder bleibt der Mittelstand zurück, wenn von Smart Factory, virtual Reality, Internet of Things die Rede ist. Ob, groß, mittel oder klein, was sich unter diesen Begriffen versammelt, beschäftigt jede Branche und wohl bald jedes produzierende Unternehmen der modernen Industrie. „Integrated Industry – Creating Value“ lautet deshalb das Leitthema der Hannover Messe 2017. Vom 24. bis 28. April werden rund 6 500 Aussteller Innovationspotentiale zeigen. Industrie 4.0 bleibt ein Dauerbrenner.  Peter Schäfer Die Hannover Messe will auch in diesem   2.2017 Jahr der globale Hotspot für alle Themen rund um die Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0) und der Energiesysteme (Integrated Energy) sein. Sieben Leitmessen erwarten ihre Besucher: Industrial Automation, MDA – Motion, Drive & Automation, Digital Factory, Energy, ComVac, Industrial Supply und Research & Technology. Polen ist das Partnerland 2017. Industrie 4.0 für Groß und Klein Großkonzerne geben sich gerne als die Vorturner bei Industrie 4.0. Aber besonders mittlere und kleine Unternehmen sind heute mit neuen technologischen Möglichkeiten konfrontiert, deren Auswirkungen sie oft nur schwer einschätzen können. Die Weltleitmesse der Industrie zeigt Wege auf, wie Unternehmen, auch mit begrenzten Ressourcen, die Potenziale der Digitalisierung erkennen und für sich nutzen können. „Industrie 4.0 bedeutet nicht den abrupten Austausch aller Produktionsanlagen auf einen Schlag“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. Neuartige Sensoren könnten an bestehende Anlagen angedockt werden, um Daten zu erfassen und auszuwerten. Schaufenster für Industrie 4.0 Im großen Schaufenster für Industrie 4.0 dürfen Hotspots nicht fehlen. Das sind zum Beispiel Integrated Energy, Digitaler Zwilling, Predictive Maintenance, Digital Energy, Smart Materials, vernetzte und kollaborative Roboter (Cobots) – die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, denn das Potential des digitalen Wandels ist groß. Die Messe versteht sich als Wegweiser für Besucher aus der produzierenden Industrie, die das Potenzial der Digitalisierung für ihr Unternehmen ausschöpfen und ihre Produktion Schritt für Schritt zur Fabrik 4.0 ausbauen wollen. Nichts ist eingehender als das praktische Beispiel aus der Anwendung der Theorie. Davon soll es mehr als 500 geben, versprechen die Messeverantwortlichen. Industrie 4.0 wird erwachsen, und das wird auf der Messe reichlich zur Schau gestellt. Ein Beispiel sind lernfähige Roboter t Nur wer auf moderne Automatisierungstechnologien setzt, wird im digitalen Wettlauf vorne dabei sein. Viele Lösungen sind bereits verfügbar. (Bild: Hannover Messe) mit reichlich Feingefühl. „Die Technologien für eine erfolgreiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgreift“, findet Köckler, „jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und ihre Mitarbeiter ziehen können.“ Ziel sei es, ungewohnte Perspektiven zu eröffnen, das ganze Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung aufzuzeigen und neue Märkte zu erobern. Dafür steht das diesjährige Messemotto „Integrated Industry – Creating Value“. Was an konkreten Nutzen für die Unternehmen, die Kunden und die Mitarbeiter dahintersteht, das wird sicherlich eines der heißen Diskussionsthemen an den Ständen der Austeller sein. Viele Besucher werden wohl auch diesmal mit einem großen Fragenkatalog nach Hannover reisen. Das Barometer der Trends Dass alles, was Rang und Namen hat, dort vertreten ist, daran lassen die Messemacher keinen Zweifel zu. Obwohl manche Keyplayer den Platz im weltweit größten Schaufenster der Industrie nicht besetzt haben. Die Messe steht dennoch für Größe und Qualität, vor allem aber zeigt sie die Trends in der Produktion auf. Digitalisierung und die wachsende Macht der IT zählen hier nun mal zu den bemerkenswerten Entwicklungen in der Industrie. Vor allem ist dieser Trend direkt nutzbar. Wenn die Grenzen zwischen Maschinenbau und IT verschwinden, wird die Freiheit unendlich sein. Im übertragenen Sinn jedenfalls, denn in Hannover erfahren die Besucher, wie sie die Potenziale der Digitalisierung erkennen und für sich nutzen können. Einige Beispiele dazu:


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