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24 Hannover Messe Achtung, das Wälzlager meldet … Jedes Wälzlager kann exquisite Information weitergeben. Es sitzt dort, wo mechanische Kräfte wirken und erfährt sämtliche Belastungen. Wenn die mit dem Wälzlager generierten Daten per Cloud-Technologie mit dem Domain-Knowhow eines Lagerherstellers verarbeitet werden, entsteht Mehrwert. Diese Informationen können gezielt zur Steuerung des Prozesses eingesetzt werden. Dabei geht es um optimale Auslastung der Leistungsgrenzen bis hin zur Optimierung der Produktqualität. All das funktioniert aber nur über eine ganzheitliche und durchgängige Infrastruktur vom Sensor bis in die Cloud. Schaeffler hat mit dem Smart Ecosystem 4.0 die passende Umgebung dazu geschaffen. Ein Gespräch mit Dr. Volker Maier. Er verantwortet bei Schaeffler Industrie den Bereich R&D Innovation Projects.   Dr. Volker Maier Mit dem Smart Ecosystem 4.0 hat Schaeffler Großes vor. Als ganzheitliche, cloudbasierte Soft- und Hardware-Infrastruktur soll das Smart Ecosystem alle Stufen der digitalen Wertschöpfung umfassen. Wie kommt der Anwender damit zurecht? Dr. Volker Maier: Die flexible Architektur des Systems ermöglicht Herstellern und Betreibern von Maschinen und Anlagen einen einfachen, anwendungsorientierten und ausbaufähigen Einstieg in die digitalen Dienstleistungsangebote von Schaeffler. Das Wälzlager, seine mechatronischen   2.2017 Derivate und das entsprechende Domain-Know-how stellen dabei die zentrale Informationsquelle dar. Wie können Sie damit von einzelnen Komponenten bis zu digitalen Services alle Stufen der digitalen Wertschöpfung erfas- sen? Sensorisierte Komponenten, die an zentraler Stelle in den Antriebssystemen von Maschinen und Anlagen Daten erfassen, sind die grundlegenden „Enabler“ für die digitalen Services. Ziel von Schaeffler ist es, kontinuierlich konventionelle mechanische Produkte in die digitale Welt zu transformieren und zu integrieren. Sensorisierte Lager und Führungen sind bereits seit einigen Jahren auf dem Markt. Auf der Hannover Messe 2017 wird Schaeffler mit dem FAG VarioSense ein mit unterschiedlichen Sensoren modular konfigurierbares, auf Standardtypen basierendes Wälzlagersystem präsentieren, das es ermöglicht, praktisch jede beliebige Lagerstelle zu sensorisieren. Damit ist ein wichtiger Grundstein gelegt, um in Zukunft nicht nur komplexen Systemen, sondern auch einfachen Aggregaten und Maschinen einen Weg in die Digitalisierung und das Internet der Dinge zu ebnen. Wie gelangen die Daten und die Diagnosen in die Cloud, und wie werden daraus digitale Services? Über ein flexibles Gateway gelangen die Daten in die Schaeffler-Cloud, in der das Wälzlager- Domain-Know-how von Schaeffler in Form von digitalen Services nutzbar gemacht wird. So können über die automatisierte Wälzlagerdiagnose oder die Restlaufzeitberechnung von Wälzlagern konkrete Informationen zum Zustand des Lagers und damit der überwachten Maschine zur Verfügung festgestellt und konkrete Handlungsempfehlungen gegeben werden. Aber auch ein Echtzeit-Eingriff in die operativen Maschinenprozesse wird auf Basis realer Lastdaten möglich sein. Die Wälzlagerdiagnose basiert auf Schwingungsdaten von Wälzlagern und weiterer rotierender Teile wie Wellen. Wie werden diese Daten erhoben und zugänglich gemacht? Wir Dr. Volker Maier leitet bei Schaeffler Industrie den Bereich R&D Innovation Projects und befasst sich maßgeblich mit dem Thema Industrie 4.0.


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