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Hannover Messe 33 www.me-magazin.com ohne weitere Anpassungen für eine Montage an Boden, Wand oder Decke geeignet. Außerdem lassen sie sich einfach und werkstattnah programmieren. Und nicht zuletzt zeichnen sich fast alle Manipulatoren durch eine besonders schlanke Bauform aus.“ Eine weitere aktuelle Anlage steht bei der Högg Produktionstechnik AG im schweizerischen Wattwil. Das Unternehmen fertigt mit 100 Mitarbeitern auf rund 10 000 Quadratmeter Produktionsfläche Präzisionskomponenten aus nahezu allen metallischen Werkstoffen. Jährlich werden mehrere hundert Tonnen Stahl, Aluminium, Edelstahl sowie diverse andere Materialien zerspant. Dabei setzt Högg auf neueste Fertigungstechnologien, über 50 CNC-Bearbeitungsmaschinen und deren konsequente Automation. Bereits seit vielen Jahren vertrauen die Schweizer auf Motoman-Roboter von Yaskawa. Zuletzt wurde durch den erfahrenen Systemintegrator CNC-Automation Würfel aus Singen ein Mori Seiki NT 4250 Dreh- und Fräs-Bearbeitungszentrum automatisiert. Auf den ersten Blick überrascht die Wahl des Roboters, eines Motoman MS80W, den man vorrangig aus dem Schweißbereich kennt. Bei näherer Betrachtung wird schnell klar, warum gerade dieser 6-Achser für die Handhabungsapplikation die erste Wahl ist. Mit seiner schlanken Gestalt kommt der MS80W mit relativ kleinem Platzbedarf aus. Gleichzeitig kann er mit seiner beachtlichen Reichweite von 2 236 Millimeter jede Position problemlos erreichen. Und: Dank seiner Wiederholgenauigkeit von 0,07 Millimeter ist er für die Be- und Entladung der Bearbeitungsmaschine und das Abholen und Einlegen der Teile in die Werkstückträger mehr als hinreichend präzise. Hochgeschwindigkeit mit bis zu 12 Kilo Tragkraft Insbesondere die Motoman- Handlingroboter der MH-Reihe sind für sämtliche Automatisierungsaufgaben rund um die Werkzeugmaschine prädestiniert: Mit dem Motoman MH12 präsentiert Yaskawa das schnellste Modell in seiner Klasse. Der Hochgeschwindigkeitsroboter ist auf eine Tragkraft von bis zu 12 Kilogramm ausgelegt. Um die interne Medienführung zum Greifer zu verbessern, hat der Roboterhersteller das hohle Handgelenk des dynamischen 6-Achsers von 42 auf 50 Millimeter erweitert. Damit sinkt die mechanische Belastung der Kabel deutlich. Eventuelle Verbindungsstörungen werden eliminiert und die Programmierung und Wartung des Roboters vereinfacht. Das schlanke, stromlinienförmige Design des Knickarmroboters verringert nicht nur Störkonturen zwischen Maschine und Werkstück. Es ist auch konsequent platzsparend und erlaubt so das Handling in engen Räumen sowie eine hohe Roboterdichte. Störkonturen durch von außen geführte Medienkabel gehören auch beim größeren MH24 der Vergangenheit an. Möglich macht dies der hohle obere Arm des 6-achsigen Universalroboters mit einem Durchmesser von 50 Millimeter. Trotz der hohlen Konstruktion zeigt sich der Hochgeschwindigkeitsroboter ausgesprochen leistungsstark. Er verfügt über eine Tragkraft von 24 Kilogramm und ein stromlinienförmiges Design, das eine geringe Installationsfläche erfordert. Damit ist der MH24 vielseitig einsetzbar. Die Steuerung integriert den Roboter in die Maschine Damit Industrieroboter ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können, müssen sie reibungslos mit Produktionsmaschinen und Steuerungsumgebungen interagieren. Lange mussten Roboter- und Maschinensteuerung allerdings getrennt voneinander programmiert, gesteuert und gewartet werden. Bei diesem konventionellen Zusammenspiel von Robotern und Maschinen, das technisch immer noch möglich ist, gibt es jedoch einige Punkte, die heute einfacher lösbar sind. Beispielsweise muss das Bedienpersonal bei der konventionellen Methode nicht nur in den internationalen Standards der SPS geschult sein, sondern auch Kenntnisse in der Programmierung sowie der Steuerung von Robotern besitzen. Die redundanten Programmiervorgänge sorgen zudem dafür, dass Fehlerquellen nicht immer sofort ersichtlich sind. Das erschwert es, Störungen schnell und unkompliziert zu beheben. In der Vergangenheit gab es bereits Lösungsansätze. So ging um die Jahrtausendwende der Trend in die Richtung, Maschinensteuerungen in die Robotersteuerung zu integrieren. Nachdem SPSen mittlerweile durch ihre hohe Leistungsfähigkeit modular erweiterbar sind, verfolgt man heute den genau gegenteiligen Ansatz: Der Roboter soll als eines von vielen Elementen über die SPS direkt in die Maschine integriert werden. Yaskawa bietet dafür mit MotoLogix eine leistungsfähige Lösung. u www.yaskawa.eu.com p Bei der Framo Morat muss sich der Motoman MH6 für das Be- und Entladen weit in den Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums strecken. (Bild: Ralf Högel) t Motoman-Handlingroboter der MH-Reihe sind für sämtliche Automatisierungsaufgaben rund um die Werkzeugmaschine prädestiniert: Mit dem Motoman MH12 präsentiert Yaskawa das schnellste Modell in seiner Klasse. (Bild: Yaskawa) t (unten li.) Durch die seitliche Anordnung des Roboters auf einem geneigten Sockel ermöglicht EGS die perfekte Zugänglichkeit zur Maschine. (Bild: Ralf Högel) t (unten re.) Der kompakte MS80W kommt bei der Högg Produktionstechnik AG mit kleinem Platzbedarf aus, verfügt aber dennoch über eine beachtliche Reichweite von 2 236 Millimeter. (Bild: Ralf Högel)  17–B26


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