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42 Lineartechnik Verpacken mit teleskopierbaren Profilen Die Steffes Prüf- und Messtechnik GmbH hat eine innovative Packanlage entwickelt. Für beengte Platzverhältnisse haben die Entwickler des Mittelständlers aus St. Augustin bei Bonn eine höhenverstellbare und damit besonders kompakte Anlage konstruiert. Komponenten und Module des Aluminium-Baukastensystems der Maschinenbau Kitz GmbH aus der Nachbarschaft in Troisdorf haben die Entwicklung unterstützt. Seit knapp 40 Jahren entwickelt und baut die Steffes Prüf- und Messtechnik GmbH Komplettlösungen zum Prüfen, Sammeln, Packen und Transportieren von Hohlkörpern verschiedenster Art. Blasformmaschinenhersteller,   2.2017 Verpackungsspezialisten oder Automobilbauer auf der ganzen Welt zählen zu den Kunden des mittelständischen Unternehmens aus Sankt Augustin bei Bonn. „Innovation bringt auch Schwierigkeiten“ Die Entwicklung der Packanlage „SPACK PAL-T“ von Steffes zeigt, wie Innovation aussehen kann: Die S-PACK-PAL-T ist eine vollautomatische Anlage zum Packen verschiedener leerer Behälter, wie zum Beispiel Flaschen, Dosen, Kanister, in Papptrays und anschließendem Palettieren der Trays auf einer Palette. Das Besondere an dieser Anlage: Sie lässt sich komplett in der Höhe variieren. „Wir hatten entschieden, eine innovative Packanlage zu entwickeln und damit unsere Automatisierungssparte weiter auszubau- en“, sagt Maxim Janzen, technischer Leiter bei Steffes. Die Anlage wurde in enger Kooperation mit dem Kunden, einem großen Verpackungshersteller, entwickelt, der auch die Anforderungen definierte. Von der einfachen Voraussetzung zur großen Hürde Neben den Voraussetzungen wie „robust“, „sicher“ und „einfach in der Bedienung“ sollte die Anlage eine Packhöhe von 3 Metern haben. Weiterhin sollte sie ein kompaktes und boxförmiges Gestell haben, damit sie bestmöglich auf einem LKW oder einem Seecontainer transportiert werden kann. Zudem kommt noch eine gewisse Flexibilität hinzu, die bei solchen Anlagen insbesondere im Konstruktionsprozess unabdingbar ist. Diese Anforderungen sehen auf den ersten Blick nicht besonders außergewöhnlich aus. Doch in der Realität erweisen sich häufig auch scheinbar einfache Voraussetzungen als hohe Hürden. „Gerade Anforderungen, die nicht primär die Funktion oder t Die Packanlage S-PACK-PAL-T von Steffes sammelt, packt und palettiert Hohlkörper verschiedenster Art. Sie basiert auf Aluminiumprofilen und Fördertechnik von mk. (Bilder: Maschinenbau Kitz GmbH) die Kapazitäten der Maschine betreffen, können häufig konstruktive Veränderungen des Konzeptes verlangen“, sagt Christian Becker, Produktmanager bei Maschinenbau Kitz. Insbesondere die geforderte Packhöhe von 3 Metern stellte sich bei der Packanlage von Steffes zunächst als großes Hindernis heraus: Die Deckenhöhe der Montagehalle erlaubte den Bau einer solch hohen Anlage einfach nicht. Aus der Not heraus überlegten die Entwickler, das Gestell teleskopierbar zu konstruieren. Um die erforderliche Höhe zu erreichen, sollte das Gestell um 1,5  Meter ausgefahren werden können. Nachdem das Konzept feststand, erkannten die Entwickler, welche Vorteile dieses System noch mit sich brachte: In dieser Form konnte die Anlage in einem Stück auf einem LKW oder in einem Container transportiert werden. Somit musste sie für den Transport nicht abgebaut und am Einsatzort wieder aufgebaut werden. Die Konstruktion der weiteren Baugruppen und Bauteile musste nun an dieses System angepasst werden. Baukasten mit vielen Möglichkeiten Steffes verwendet schon seit einigen Jahrzehnten das Aluminium-Profilsystem der Maschinenbau Kitz GmbH als Basis für ihre Maschinen. „Das mk-Baukastensystem hat sich für uns schon vielfach bewährt“, sagt Maxim Janzen. „Wegen der großen Vielfalt an Profilen und Zubehör konnten wir unsere Ideen immer bestmöglich umsetzen.“ Und damit konnten die Steffes-Konstrukteure die Idee verwirklichen: Nicht nur das teleskopierbare Gestell der Anlage, sondern


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