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50 Antriebstechnik+ Mechatronik „Motion, die mehr kann und weniger kostet“ Einer steht für Motion und der andere für Control. Zusammen hat sich für beide Partner eine Win-Win-Situation ergeben. „Aber besonders der Kunde profitiert“, sagt Gerhard Kocherscheidt von Koco Motion. „Mit der Steuerungstechnik unseres Partners Adlon haben wir eine einfache Antriebsplattform entwickelt, die genau auf kundenspezifische Anwendungen zugeschnitten ist“. Kann Motion ist ein Servosystem mit Schrittmotor, Encoder und Steuerung. Für seine Positionieraufgaben kommuniziert es über eine RS232-Schnittstelle.  Angela Struck Viele Kunden brauchen keine Lösung mit einer aufgeblähten und teuren Performance.   2.2017 „Viele unserer Kunden haben einen Antrieb, zu dem vielleicht noch ein Display, ein Startknopf und etwas Software gehören, nutzen dazu aber noch eine übergeordnete Steuerung. Das muss nicht sein“, findet Thomas Vogt. Der Geschäftsführer von Adlos erklärt, wie das auch einfacher funktioniert: „Wenn der Kunde damit ganz simple Aufgaben lösen muss, können wir das auch integrieren. All das, was keine zusätzliche SPS braucht, übernimmt unser Kann Motion“. Die Zusammenarbeit zwischen dem Lichtensteiner Steuerungsentwickler Adlos und Koco Motion begann 2016 mit der Anfrage eines Schweizer Herstellers für Analysegeräte, der auf der Suche nach einer antriebstechnischen Lösung für ein Großprojekt war. Die darin verbaute Ventil-Steuerung für Analysengeräte führte die Firmen Adlos als Entwickler der Steuerung und Koco Motion als Antriebsspezialist zusammen. t Gemeinsam von einer Kundenanforderung zum Kompetenzzentrum: Gerhard Kocherscheidt von Koco Motion (l.) und Thomas Vogt von Adlos. (Bild: Struck) u Das neue Servosystem besteht aus einem Schrittmotor mit integriertem Encoder und einer direkt angebauten Steuerung. (Bild: Koco Motion) Genau zugeschnittene Lösung Für dieses Projekt haben beide Unternehmen gemeinsam ein auf die Anwendung zugeschnittenes Schrittmotor-Steuerungssystem entwickelt. Da die Zusammenarbeit gut, schnell und erfolgreich verlief, haben die Chefs von Koco Motion und Adlos, Gerhard Kocherscheidt und Thomas Vogt, einen langfristigen Kooperationsvertrag abschlossen. „Dieses Erfolgskonzept wollen wir fortschreiben, denn mit bestehenden Produkten aus unserem Lieferprogramm oder mit anderen am Markt erhältlichen Produkten lassen sich solche Anforderungen nicht optimal erfüllen“, sagt Kocherscheidt, und Vogt begründet, wie das Team die Ziele erreichen will: „Wir werden vorhandene Hardware modifizieren und die Software genau an die Bedürfnisse des Kunden anpassen. Wir schätzen den dafür benötigten Entwicklungsaufwand auf zwischen 10 und 20 Prozent je nach Applikation“. Die Zielsetzung der Kooperation für eine neu zu schaffende kundenspezifische Antriebsplattform umschreiben beide Partner mit dem Motto: Einfach, kostenoptimiert, kundenspezifisch. Das Servosystem Kann Motion besteht aus einem Schrittmotor mit integriertem Encoder und einer direkt angebauten Steuerung. „Es verschafft unseren Kunden Wettbewerbsvorteile, die durch das kundenspezifische Design generiert werden“, unterstreicht Thomas Vogt das Alleinstellungsmerkmal der Neuentwicklung. „Und es kann nur das, was es können muss – und zwar perfekt“, sagt Gerhard Kocherscheidt. Auch der Blick auf die Kosten mache Mut: „Das System ist qualitativ und funktionell mit den aktuell in Europa angebotenen An- „Mit unseren kundenspezifischen Kann Motion- Systemen werden wir qualitativ hochwertige und preislich unschlagbare Antriebslösungen für die Großserie realisieren“ (Thomas Vogt, Adlos)


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