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58 Antriebstechnik+ Mechatronik Alles fließt und passt Eins für alles: Für die Produktion verschiedener Baugruppen setzt ein Hersteller von Zahnrädern und Getrieben auf ein Montage-, Transfer- und Prüfsystem. Alle Systeme wie die Palettierer für die Zuführung der einzelnen Bauteile kommen aus einer Hand. Mit der kompletten Linie erreicht der Anwender nicht nur sehr hohe Taktzahlen, sondern auch einen sehr hohen Grad an Qualitätssicherheit – ohne dafür Personal einsetzen zu müssen. Als Basis für die Montageanlage dient ein erweiterbares Gurtbandsystem. Durch seinen modularen Aufbau lassen sich in die Anlage zudem jederzeit neue Prozessstationen integrieren oder bestehende versetzen. Bei manchen Fertigungslinien stellt man sich vor, wie sie der Konstrukteur mit dem Tuschefüller zwischen zwei spitzen Fingern auf dem Reißbrett zeichnet. Vermutlich mit erhobener linker Augenbraue, den Blick fokussiert und den Mund leicht geöffnet, ähnlich einem Uhrmacher. Denn die einzelnen Anlagen arbeiten genauso hochpräzise zusammen wie ein Schweizer Uhrwerk. Ein Schritt folgt exakt auf den nächsten, wie in einem Getriebe ein Zahnrad ins andere greift. Dazwischen ist keine Sekunde zu viel. „Am Reißbrett ist diese Montage- und Prüflinie zwar nicht entstanden, doch mit sehr viel Sorgfalt und Leidenschaft fürs Detail“, beschreibt Oliver Koch, Produktbereichsleiter bei IEF-Werner. Die Anforderungen seines Kunden waren hoch – und besonders. Die Anlage montiert verschiedene Zahnradbaugruppen für Motoren. Je nach Typ bestehen sie aus zwei gleichen oder unterschiedlichen Stirnrädern, einem Sprengring sowie einem Schrägkugellager oder einer Spannfeder. Dabei prüft die Anlage vor, während und nach den Montageprozessen   2.2017 die kritischen Qualitätsmerkmale an den Bauteilen. „Wir ermöglichen damit eine 100-Prozent-Prüfung – und das ganz automatisch“, betont Oliver Koch. „Der Anwender muss für diese Aufgabe kein Personal bereitstellen und kann sich der hohen Qualität bei jeder montierten Baugruppe absolut sicher sein.“ Bis Ende dieses Jahres sollen von jedem Zahnradtyp etwa 100 000 Baugruppen produziert sein, 2019 bis zu 700 000 im Jahr. „Dazu muss die Anlage nicht nur besonders leistungsfähig, sondern auch flexibel erweiterbar sein“, erklärt Oliver Koch. IEF lieferte die komplette Linie aus einer Hand – inklusive Software und Steuerungstechnik. Fördertechnik aus dem Baukasten Die Anlage montiert die Baugruppen vollautomatisch. Dem Hersteller war besonders die technische Verfügbarkeit wichtig. Diese soll 95 Prozent nicht unterschreiten. Grundlage der Montageanlage ist das erweiterbare Gurtbandsystem „posyArt“. Das zuverlässige, flexible und präzise Baukastensystem enthält viele Standardkomponenten, mit denen sich so gut wie alle Aufgaben im Transfer-, Montage- und Logistikbereich lösen lassen. Die Hauptkomponenten wie Riemen, Antriebe, Weichen oder Stoppelemente sind sehr langlebig. Die Schwalbenschwanz Geometrie an den Längsseiten der Profile erlaubt ein feinfühliges, stufenloses t (v.li.n.re.) Oliver Koch, Produktbereichsleiter Transportsysteme: „Wir ermöglichen damit eine 100-Prozent-Prüfung – und das ganz automatisch.” (Bilder: IEF-Werner GmbH) Die Beladestation enthält eine Zahnriemenachse mit Greifer. Nach der Montage unterzieht die Linie die Baugruppen verschiedenen Prüfungen. Es gilt zum Beispiel, das Drehmoment der beiden Ausgleichsräder zu ermitteln. Positionieren aller angefügten Baugruppen. „Das System haben wir mit Werkstückträgern (WT) und den entsprechenden Aufnahmen ausgestattet“, erläutert Oliver Koch. Je nach Anwendung werden die WT mittels Seitenpositionierung, Zentrierstation, Hub- oder Dreheinheit in die richtige Lage gebracht. In der Zentriereinheit werden sie beispielsweise mittig platziert und anschließend dreidimensional mit einer Genauigkeit von +/- 0,05 Millimeter fixiert. Die Stopper sind zentral angeordnet. Das verhindert ein Verkanten der Werkstückträger in den Führungsleisten. Für diese Anwendung befinden sich auf den WT vier Aufnahmen für jeweils zweimal zwei Zahnräder. Jeder Träger enthält einen RFID-Code, der den Status der Bauteile mitführt und die Daten


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