Page 15

me_617

t Mit einem stärkeren Engagement in Form von Investitionen in Europa will MinebeaMitsumi weitere Marktanteile gewinnen. (Bilder: MinebeaMitsumi) tq Shigeru None, General Manager of Sales & Marketing MinebeaMitsumi (re), und Jörg Hoffmann, General Manager Europa, MinebeaMitsumi und Geschäftsführer der PM DM GmbH (li), auf der IAA im Gespräch mit dem Fachjournalisten Stefan Graf.  1–350 Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives 2017, Halle 9, Stand 460. Wir machen Ihre Maschine sicher. Mit Systemen und Lösungen von Schmersal. Vernetzung, Digitalisierung, Flexibilisierung und eine zunehmende Kooperation von Mensch und Maschine kennzeichnen die Industrieproduktion von morgen. Industrie 4.0 birgt große Herausforderungen für den Arbeitsschutz und die Maschinen- und Anlagensicherheit. Wir entwickeln innovative Sicherheitssysteme und -lösungen und bieten Ihnen die Safety Services unseres tec.nicums an – damit Sie zukunftsfähige Konzepte mit sicheren und leistungsfähigen Produktionsanlagen realisieren können. Philip Schmersal und Michael Mandel Geschäftsführung www.schmersal.com auf dem Gebiet Internet of Things (IoT) sind wir inzwischen sehr aktiv. Die F&E-Abteilungen hierfür sind über die ganze Welt verteilt. Nach wie vor ist auch unser Kugellagergeschäft sehr erfolgreich. Wir bewegen uns hier in beeindruckenden Dimensionen und verkaufen extern bis zu 180 Millionen Einheiten pro Monat. Produziert werden sogar rund 280 Millionen pro Monat, um auch den konzerninternen Bedarf abzudecken. Jörg Hoffmann: Ein interessanter Markt sind für uns die bürstenlosen Motoren (BLDC), die wir in Villingen-Schwenningen entwickeln und in Europa produzieren. Einige hiervon zeigen wir auf der IAA, denn es ist ein klassisches Zulieferprodukt für die Automobilindustrie. Einsatzbereich sind beispielsweise Aktuatoren zur Luftklappenverstellung, die Sitzverstellung im Auto oder auch Lenkhilfen. Das Herz des Motors ist die Elektronik, hier steckt übrigens unser größtes Know-how. Die reine Mechanik des BLDC-Motors lässt sich praktisch auch aus einer Hand voller Komponenten bauen. Generell sehen wir im Automobilbereich viel Potenzial für ein weiteres Wachstum. Sie stellen zum ersten Mal auf der IAA aus. Was hat Sie hierzu motiviert? None: Wir sind als Zulieferer im Automobilbereich in Asien bereits gut vertreten, sehen aber in Europa noch viel Potenzial für uns. Wir haben innovative Produkte und möchten diesen Bereich stärker ausbauen. Hierzu ist die IAA der ideale Platz, schließlich sind die führenden Hersteller und Zulieferer hier vertreten. Mit einem stärkeren Engagement in Form von Investitionen in Europa werden wir auch weitere Marktanteile erobern können. Sie bauen in Košice in der Slowakei gerade ein neues Werk. Wie passt das in Ihre Strategie? Hoffmann: Wir rücken damit näher an den europäischen Markt und unsere Kunden heran. Unsere größten Produktionsstätten liegen derzeit noch in Asien. Dort werden hauptsächlich Kugellager, mechanische Teile, Kleinmotoren und elektronische Bauteile in großen Mengen produziert. Im slowakischen Košice entsteht ein hochautomatisiertes Fertigungswerk, das auch spezielle Motoren, Antriebssysteme, Sensoren und Komponenten vor allem für die Automobilindustrie, Industrieanwendungen sowie Elektrowerkzeuge entwickeln und fertigen wird. Wir werden dann dank kürzerer Transportwege schneller liefern können, Einfuhrzölle werden entfallen und auch Wechselkursschwankungen minimiert. Neben der Produktion wird dort auch eine Produktentwicklung etabliert. Das neue Werk wird in der Nähe des internationalen Flughafens von Košice auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter gebaut, Erweiterungsmöglichkeiten sind auch gegeben. Der Standort soll bereits im April 2018 eröffnet werden. Wie sieht es mit Zukunftstechnologien aus? Welchen Kurs nimmt MinebeaMitsumi hier? None: Strategien und Produkte im Sinne von Industrie 4.0 sowie Internet of Things bestehen bereits. Konzepte für Smart Cities, autonomes Fahren, Robotik und Gesundheitswesen wurden bereits realisiert. Ein Beispiel ist Saliot, das für „Smart Adjustable Light for the Internet of Things“ steht. Wir haben ein intelligentes Beleuchtungskonzept für Gebäude und Außenbereiche entwickelt. Durch die Kopplung mit dem Internet ergeben sich zahllose Anwendungsbereiche. Hoffmann: Ein weiteres Beispiel ist der „Energy Harvester“, ebenfalls ein IoT-Produkt. Beim Energy Harvesting erfolgt Energiegewinnung durch das Ausnutzen von Temperaturdifferenzen oder durch Schütteln. Anwendungsbereiche sind unter anderem elektronische Heizkörperventile, die ohne Batterien auskommen und durch Internet Vernetzung per Smartphone oder Tablet geregelt werden können. Oder auch Kranausleger, bei denen Sensoren messen, ob ein Sturm dem Kran gefährlich werden kann. Per Internetverbindung sind Daten so jederzeit verfügbar, und Warnmeldungen erreichen binnen kürzester Zeit die Baufirma oder eine Leitstelle. Bereits heute haben wir unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten identifiziert. u www.minebeamitsumi.com


me_617
To see the actual publication please follow the link above