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32   6.2017 SPS IPC Drives  7–406 p Neu entwickelter Maturo Controller NCD zur Ansteuerung der Positionierer – mit dem kundenspezifischen Control Panel CP6907, dem Embedded-PC CX1020 und den EtherCATLWL Abzweigen EK1521 als Kernelementen t Die hoch skalierbare Steuerungs- und Antriebstechnik von Beckhoff eignet sich optimal für die Umsetzung unterschiedlichster Kundenanforderungen – meist unter extrem beengten Platzverhältnisse, wie hier zur Ansteuerung des Antennenmastes. (Bilder: Beckhoff) Die Flexibilität der Beckhoff-Automatisierungstechnik wirkt sich für Maturo noch in anderer Hinsicht aus. Ein Aspekt ist das Übertragungsmedium Lichtwellenleiter (LWL), wie Stefan Lehner bestätigt: „Ohne LWL-Technik sind unsere Lösungen überhaupt nicht möglich. Da ist es entscheidend, dass sich dies problemlos mit der eingesetzten Steuerungstechnik nutzen lässt. PCbased Control bietet im Gegensatz zu vielen anderen Systemen diese Möglichkeit, und zwar systemintegriert, das heißt ohne einen zwischengeschalteten LAN-LWL-Konverter.“ Umgesetzt ist dies unter anderem beim neuen Controller NCD, der vier EtherCATLWL Abzweige EK1521 beinhaltet, über die alle weiteren Geräte angesteuert werden. Für eine optimale Bedienbarkeit sorgt dabei das kundenspezifische Control Panel CP6907; für ausreichend Rechenleistung der Embedded-PC CX1020. Softwareseitig wird TwinCAT NC PTP zur Steuerung der zahlreichen Achsen eingesetzt. Der Twin- CAT XML Data Server dient der Datenverwaltung, und der TwinCAT TCP/IP Server übernimmt die Kommunikation mit dem übergeordneten Leitsystem. Flexible und kompakte Steuerungstechnik mit hoher Präzision Durch die Modularität von PC-based Control ergibt sich laut Stefan Lehner ein weiterer Pluspunkt: „Bei unseren Projekten treten meist massive Platzprobleme auf. Daher setzen wir nie den klassischen Schaltschrank ein und müssen die Automatisierungskomponenten in den unterschiedlichsten Einbaulagen – liegend, hängend usw. – sowie modular verteilt einbauen können. Hier kommt uns die Modularität von PC-based Control sehr entgegen, zumal sich die Steuerungstechnik dadurch optimal an den jeweiligen Bedarf anpassen lässt. So können die gewünschten I/Os kanalgenau eingesetzt beziehungsweise ergänzt werden. Es ist also kein großvolumiges, überdimensioniertes I/O-Modul nötig. Ein weiteres Detail wirkt sich hier ebenfalls positiv aus: Wir setzen in Verbindung mit den Schrittmotorklemmen EL7041 und den Servomotorklemmen EL7211 das neue Lüftermodul ZB8610 ein und können so die notwendigen Einbaulagen und kompakten Bauweisen besonders einfach umsetzen. Bislang wurde hierzu ein Fremdlüfter verwendet, der deutlich mehr Platz und Installationsaufwand erfordert hat.“ Für hohe Präzision nutzt Maturo auch die Möglichkeiten von eXtreme Fast Control (XFC). Dazu erläutert Stefan Lehner: „Über die EtherCAT-Klemme EL2262 geben wir mit einem Oversampling-Faktor 100 die Positionen weitaus hochaufgelöster vor, als es im reinen Steuerungszyklus möglich wäre. Und nur auf diese Weise lassen sich bei der relativ hohen Geschwindigkeit und 0,01° Auflösung die notwendigen Impulse an die Antriebstechnik übermitteln. Die XFC-Technologie der verteilten EtherCATUhren (Distributed-Clocks) wiederum ist erforderlich für die Hot-Connect-Funktionalität, welche den sehr flexiblen Busaufbau mit EtherCAT ideal unterstützt.“ Variable Antriebstechnik für zahlreiche Achsen Die in vielen Fällen sehr hohe Komplexität solcher EMV-Prüfanlagen wird durch die Anzahl der Bewegungsachsen verdeutlicht. Es werden nicht selten bis zu 50 Achsen programmiert. Dazu zählen neben der Drehtisch-Achse unter anderem diejenigen von oft mehreren Antennenmasten mit jeweils bis zu sieben Achsen. Realisiert wird dies im Fall der Drehtische über Servoachsen und bei den Antennenmasten aufgrund des notwendigen höheren Drehmoments mit Schrittmotorachsen. Hierzu ergänzt Markus Saller: „Bei unserem breiten Anforderungsspektrum profitieren wir sehr stark vom vielfältigen Beckhoff-Antriebsportfolio. Hinzu kommen Vorteile durch die vereinfachte Installation und Inbetriebnahme über die One Cable Technology (OCT) beziehungsweise das elektronische Typenschild. In besonderem Maße profitieren wir von der kompakten Antriebstechnik, das heißt von den Servo- und Schrittmotorklemmen, die wir – wenn es leistungsmäßig möglich ist – bevorzugt einsetzen. Denn damit lässt sich der Antriebsstrang bedarfsgerecht, hoch kompakt und einfach zusammenstecken, sodass uns eine maximale Flexibilität zur Verfügung steht.“ u www.beckhoff.de/motion


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