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56 Neue Lösungen für Safety Der Anspruch ist hoch: Mit integrierten Sicherheitslösungen und eigenen Safety-Komponenten will Balluff Automatisierungs und Sicherheitsansprüchen gleichermaßen gerecht werden. Das Unternehmen aus Neuhausen bietet mit Safety over IO-Link Anlagenherstellern eine einfach integrierbare, kostensparende Safety-Lösung auf der Grundlage von IO-Link und Profisafe. Der Grund ist einfach: „Safety over IO-Link vereint Automation und Sicherheit in einem System und steht für effiziente Sicherheitskonzepte aus einer Hand“, sagen die Entwicklungsverantwortlichen der neuen Sicherheitskomponenten. Im Zentrum dieser Lösung steht das sichere E/A-Modul – eine Eigenentwicklung von Balluff. An diesen gelben „Safety-Hub“ mit seinen zwölf sicheren Ein- und zwei sicheren Ausgängen lassen sich sowohl Sicherheitskomponenten von Balluff als auch Devices anderer Hersteller per Plug an Play mittels M12-Standardkabel anschließen.   6.2017 Der Balluff Safety-Hub selbst wird dann einfach auf einen Port eines IO-Link-Masters gesteckt. Sichere Kommunikation Die sichere Kommunikation mit der Steuerungsebene erfolgt via Profisafe/Profinet. Sicherheitsgerichtete Daten werden dabei mittels eines sogenannten Tunneling-Verfahrens über den Master direkt an die sichere Steuerung übermittelt. Der IO-Link-Master bleibt dabei ein nicht sicherheitsgerichtetes Standardgerät, was ein Kostenvorteil ist. Sicherheitsanforderungen bis PLe/‘SIL3 sind so realisierbar. Für Balluff ist Safety over IO-Link die konsequente Weiterentwicklung der IO-Link-Philosophie: Wie IO-Link im Allgemeinen steht auch Safety over IO-Link für einfachen Systemaufbau, Zeit und Kosten sparende Verkabelung, geringeres Schaltschrankvolumen und schlankere Anlagenkonzepte. Nahezu jede vorhandene Netzwerktopologie ist mit Safety over IO-Link von Balluff einfach skalierbar. Die Funktionalität des Gesamtsystems bleibt erhalten, Sicherheit kommt quasi als add-on hinzu. Außerdem lassen sich mit Safety over IO-Link Applikationen jederzeit und schnell an geänderte Anforderungen anpassen. Die finale Programmierung erfolgt nach Drag-and-drop-Manier zentral über die Programmieroberfläche der Steuerung. Lichtvorhänge und Schalter Parallel dazu baut Balluff sein vorhandenes Portfolio an Sicherheitskomponenten wie zum Beispiel Sicherheitslichtvorhängen, Sicherheitsschaltern, Not-Halt-Tastern stetig aus. Bereits seit der Hannover Messe bietet das Unternehmen nun auch magnetcodierte und transpondercodierte Sicherheitssensoren. Auch ihr Anschluss erfolgt kostensparend mittels standardisierter M12-Steckverbindungen. Diese Neulinge im Portfolio eignen sich hervorragend zur Überwachung von Schutztüren und -klappen. Dank ihres berührungslosen Wirkprinzips sind sie unempfindlich gegenüber mechanischem Spiel, beispielsweise wenn Türen sich setzen oder ungenau geführt sind. Sie sind daher einfach zu installieren. Die bewährte sichere Magnettechnik bei den magnetcodierten Varianten bietet durch die intelligente Anordnung der Reed-Kontakte im Schaltergehäuse eine hohe Manipulationssicherheit und reduziert damit die Gefahr des Umgehens der Sicherheitsfunktion. Bei den transpondercodierten Sicherheitssensoren werden hohe Codierungsstufen und damit ein hoher Manipulationsschutz erreicht, indem der passive RFID-Transponder vom Sensor eindeutig identifiziert wird. Dank seines großen Ansprechbereichs ist dieser Sensor ebenfalls unempfindlich gegenüber Vibrationen und mechanischem Spiel an der Schutzeinrichtung. Der große Ansprechbereich vereinfacht die Installation zusätzlich. t Das sichere E/A-Modul von Balluff (Bilder: Balluff) p Sicherheitssensor: magnetcodiert (l.), transpondercodiert (r.) Erkennen + Mechatronik


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