Bild: Rethink
Cobots „verpacken“ Schwankungen bei DHL

Die Verpackungs- und Produktionslogistik ist abwechslungsreich, schnelllebig und in vielen Fällen innovativ. Auf Letzteres zahlen neue Technologien wie kollaborative Roboter (Cobots) ein, die immer anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Der weltweit tätige Logistikdienst-leister DHL setzt auf den smarten Helfer Sawyer von Rethink Robotics, der diverse Sortier- und Verpackungsaufgaben übernimmt. Die Produktivität ist um bis zu 15 % angestiegen.


Nachfrageschwankungen, Verpackungen nach Maß und immer kürzere Produktlebenszyklen: Logistikdienstleister und Unternehmen aus dem Bereich Copacking stehen immer mehr unter dem Druck, ihre Arbeit den individuellen Kundenanforderungen anzupassen und maßge-schneiderte Lösungen anzubieten. Vor allem starker Online-Handel und saisonale Nachfrage-schwankungen erfordern den Einsatz technologischer Helfer. Das Weihnachtsgeschäft ist hier das prominenteste Beispiel, aber auch punktuelle Nachfragespitzen wie der Black Friday führen zu einem schlagartig ansteigenden Bedarf, Waren verpacken und verschicken zu müssen.

 

Arbeit ohne Schutzkäfig


Um flexibel auf Stoßzeiten reagieren zu können, setzt der weltweit tätige Logistikdienstleister DHL auf kollaborative Roboter wie Sawyer von Rethink Robotics. DHL ist Teil der Deutsche Post DHL Group, der weltweit größten Post- und Logistikgruppe, und bietet seinen Kunden mit ins-gesamt 350000 Mitarbeitern in mehr als 220 Ländern eine große Bandbreite an Logistikdienst-leistungen. Je nach Bedarf setzt das Unternehmen den smarten Roboter für unterschiedliche Sortier- und Verpackungsaufgaben entlang der gesamten Lieferkette ein. Durch seinen mobilen Sockel und das platzsparende Design kann Sawyer innerhalb kürzester Zeit seinen Einsatzort wechseln. Sensoren und eine intelligente Kraftsteuerung sorgen dafür, dass der kollaborative Roboter ohne Schutzkäfig im direkten Umfeld von Menschen arbeiten kann.
In den DHL-Distributionszentren in Irland und England finden mehrere Cobots im Copacking der DHL Supply Chain Einsatz, etwa bei einfachen Verpackungsaufgaben. Dadurch ist das Un-ternehmen in der Lage, die Kapazität der Produktionslinie gemäß den Kundenanforderungen entsprechend zu variieren. Die spezifischen Aufgaben reichen von einfachen Pick-and-Place-Bewegungen bis hin zu repetitiven Montagearbeiten. Die smarten Roboter helfen, das Layout und den Ablauf von Verpackungsaufgaben zu verbessern und tragen dazu bei, die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen. In einigen Produktionslinien waren Steigerungen um bis zu 15 % drin.

 

E-Commerce verändert Lagerbetrieb


Lagerhäuser passen sich heute an das Wachstum des E-Commerce und die Nachfrage nach Lieferungen direkt an die Verbraucher an. Da sich dieser Trend fortsetzt, wird sich künftig auch die Art ändern, wie Lager betrieben werden. Für eine flexiblere Automatisierung werden kollaborative Roboter in Gruppen zusammenarbeiten,um Produkte an Kommissionierungspunkte zu bringen, statt dass die Kommissionierer zu den Lagerorten gehen müssen.
Die häufig in der Verpackungsindustrie anfallenden stark repetitiven Aufgaben sind für den Menschen auf Dauer eintönig oder sogar belastend. Cobots schaffen hier Abhilfe, indem sie anfallende monotone oder körperlich beanspruchende Tätigkeiten übernehmen. Dies schafft die Option, Mitarbeiter für anspruchsvollere Aufgaben innerhalb der Wertschöpfungskette einzusetzen. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn Unternehmen kurzfristig ihre Kapazität erhöhen müssen oder vor der Herausforderung stehen, schnell neue Mitarbeiter zu finden.

 

Neue Chancen für Mitarbeiter


Der Arbeitskräftemangel ist branchenweit ein großes Problem, vor allem zu den besagten Spitzenzeiten. Dem begegnet DHL mit einer Kapazitätserhöhung über Cobots und schafft zugleich für Mitarbeiter Möglichkeiten, neue und qualifiziertere Fähigkeiten zu lernen. Dazu zählt auch, Cobots weitere Aufgaben beizubringen. So schafft die Robotik innerhalb der DHL Group nicht nur neuartige Fortbildungsmöglichkeiten, sondern auch neue technische Berufe, die den technologischen Wandel weiter unterstützen.


www.rethinkrobotics.com

 

Beitrag aus [me] 3/2018

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