Sicherer Papierrollenaufzug

Die Papierherstellung vom Häcksler bis zur Rolle ist ein kontinuierlicher Prozess. Werksleiter, die mit dem Einsatz von Investitionen beauftragt sind, schauen hier manchmal zu sehr auf die direkten Kosten einer Produktionslinie. Ein vernachlässigtes Produkt ist die Antriebskette, denn Kettenversagen im Aufzug für Papierrollen wird teuer.

In einer österreichischen Papierfabrik eines großen europäischen Herstellers für Papierrollen wurde die Produktion regelmäßig durch Kettenversagen unterbrochen. Besonders die im Papierrollenaufzug installierten Antriebsketten haben hier Probleme bereitet. Zehn Aufzüge transportieren die schweren Papierrollen in verschiedene Stockwerke der Anlage. Dort werden sie geschnitten und verarbeitet.

Der Herstellungsprozess in einer Papierfabrik beinhaltet große Mengen an abrasiven Staubpartikeln in der Luft. Dieser Staub verunreinigt den Schmierstoff und dringt in die Kettengelenke ein. Dies führt zu Korrosion und erhöhtem Verschleiß der Kette. In Folge längt sie sich erst, bevor sie schließlich vollständig ausfällt. Der Einsatz von Ketten verschiedener Hersteller führte zu einem ungleichmäßigen Verschleiß, sprich die Ketten längten sich unterschiedlich. Zusätzlich traten an den Ketten sehr hohe Stoßbelastungen auf, die im Extremfall zu Brüchen an den Laschen führten.

Die Papierfabrik wandte sich mit ihrem Problem an die Experten von Tsubaki. Mit über 100-jähriger Erfahrung und Know-how in der Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsketten ist der Antriebsspezialist ein wichtiger Lieferant von Antriebskomponenten für die Papierindustrie, Landwirtschaft, Automobilindustrie, Metallindustrie, Bergbau sowie Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Nach der Inspektion der zehn Aufzüge durch Tsubaki-Ingenieure im österreichischen Werk hat sich gezeigt, dass sich die GT4 Winner-Kette sehr gut für die hohen Anforderungen in der Papierherstellung eignet. Denn diese Kette wurde speziell für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen entwickelt. Die GT4 Winner bietet vier Konstruktionsmerkmale, die den Verschleiß reduzieren und die Kettenlängung minimieren:

  • Ihre patentierten Schmiernutbuchsen stellen einen Schmierstoffvorrat im Kettengelenk sicher (Größen RS16B – RS24B).

  • Nahtlose und nahezu perfekt zylindrische Präzisionsbuchsen führen zu einem gleichmäßigeren Kontakt zwischen Stift und Buchse und zu einer verbesserten Schmiermittelverteilung.

  • Senkvernietete Bolzen ermöglichen die einfache und beschädigungsfreie Demontage. Die Markierung auf dem Nietkopf zeigt eine eventuelle Rotation des Bolzens durch Überlastung an. (Größen RS08B – RS16B).

  • Durch die patentierte Stanzringverdichtung der Verschlusslasche wird eine Erhöhung der Festigkeit des Verschlussgliedes auf 100 % der Grundkette erreicht. Dem gegenüber stehen die typischen Standard Slip-Fit-Verbindungsglieder von Marktbegleitern, die normalerweise viel schwächer als die Basiskette sind.

Zusätzlich werden alle Antriebsketten der GT4 Winner Serie dynamisch vorgereckt. Dies gewährleistet eine minimale Einlauflängung, die bereits im Werk vorweggenommen wird.

Getestet und für wirksam befunden

Die GT4 Winner wurde zunächst in einem Aufzug des Werkes getestet, um die Leistung und den potenziellen Nutzen zu ermitteln. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Premiumkette von Tsubaki den Stoßbelastungen und Stäuben standhält. Die Kettenlängung wurde minimiert, eine gleichmäßige Längung sichergestellt und die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Ausfalls reduziert. Die längere Lebensdauer, das geringere Risiko eines Ausfalls und die reduzierte Wartung führten schließlich zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu den ausgetauschten Ketten. Nach der erfolgreichen Testphase installierten die Instandhalter der Papierfabrik GT4 Winner Ketten in allen zehn Papierrollenaufzügen.

www.tsubaki.de

 

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: EGE-Elektronik Spezial Sensoren GmbH
Bild: EGE-Elektronik Spezial Sensoren GmbH
Kompakter Luftstromwächter für Ex-Zonen 2 und 22

Kompakter Luftstromwächter für Ex-Zonen 2 und 22

Mit den Luftstromwächtern der Baureihe LC5 GA EX22 erweitert EGE sein Angebot an Ex-geschützten Strömungssensoren um äußerst robuste Modelle zum Einsatz in den Gas- und Staub-Ex-Zonen 2 bzw. 22. Die nach Atex zertifizierten, eigensicheren und vergussgekapselten Luftstromwächter im IP67-Edelstahlgehäuse sind mit M18-Außengewinde oder G1/2-Gewinde erhältlich.