
Seit dem 1. September 2016 leitet Dr.-Ing. Malte Stonis das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH. Als koordinierender Geschäftsführer des IPH ist er nicht nur für das Tagesgeschäft verantwortlich, sondern gestaltet gemeinsam mit den Gesellschaftern auch die strategische Ausrichtung der Forschungseinrichtung. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Digitalisierung und künstliche Intelligenz, additive Fertigung, Nachhaltigkeit sowie Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft.
Die Digitalisierung der Industrie voranzutreiben, ist Kernaufgabe des IPH seit dessen Gründung 1988. Mit zahlreichen Forschungs- und Beratungsprojekten unterstützt das IPH Unternehmen dabei, Daten zu nutzen, um effizienter zu produzieren. Und bereits Jahre vor dem Durchbruch von ChatGPT rief Stonis die AG KI ins Leben: In dieser Arbeitsgruppe können sich die IPH-Mitarbeitenden darüber austauschen, wie sie KI nutzen, und voneinander lernen.
Auch die IPH-internen Prozesse hat Stonis digitalisieren lassen. Stonis trieb die Umstellung auf digitale Freigabeprozesse und die Entwicklung von unternehmensinternen Apps voran.
Unter Stonis‘ Leitung wurde am IPH zudem der Forschungsbereich für additive Fertigung geplant, aufgebaut und 2021 offiziell eröffnet. Ein niedersächsisches Vorzeigeprojekt, das zeigt, wie 3D-Druck und Nachhaltigkeit zusammenpassen: In diesem modernen Labor wird erforscht, wie Abfälle aus Thermoplasten entlang einer vollständigen Prozesskette zerkleinert, eingeschmolzen und mittels additiver Fertigung zu neuen Produkten verarbeitet werden können. Der Forschungsbereich wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Neueste 3D-Drucker ermöglichen es, Fragestellungen aus dem produzierenden Mittelstand mit geringem Aufwand zu beantworten.
Außerdem investierte das IPH unter seiner Geschäftsführung in eine smarte Heizungssteuerung, eine Solaranlage auf dem Dach und die naturnahe Umgestaltung des Außengeländes. Seit Herbst 2019 beteiligt sich das IPH an Ökoprofit Hannover und hat inzwischen mehrfach Auszeichnungen für Nachhaltigkeit erhalten.
Um die Wissenschaft in die Wirtschaft zu bringen, fördert das IPH u.a. Weiterbildungsangebote für Unternehmen sowie die Wissenschaftskommunikation. Darüber hinaus unterstützt Stonis die Gründung technikbasierter Startups, die Ideen aus der Forschung in die Anwendung bringen.
In der Zuse-Gemeinschaft, die die Interessen gemeinnütziger, privatwirtschaftlich organisierter Forschungseinrichtungen vertritt, engagiert er sich bereits seit deren Gründung im Jahr 2015 und unterstützt dadurch die Vernetzung zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Um Erkenntnisse aus der Forschung in die niedersächsische Wirtschaft zu bringen, bietet das IPH nicht nur Auftragsforschung und Beratung an, sondern setzt sich auch dafür ein, dass Unternehmen dafür eine Finanzierung erhalten, etwa über die Forschungszulage oder regionale Förderprogramme. „Bei allem, was wir tun, haben wir ganz besonders die kleinen und mittleren Unternehmen in Niedersachsen im Blick“, so Stonis. „Diese haben in der Regel weder das Personal noch die finanziellen Mittel, um selbst zu forschen und zu entwickeln. Diese Lücke füllen wir am IPH.“














