Mehr Lebensdauer für Wälzlager im Bergbau
Bild: NSK Deutschland GmbH

Bei Förderanlagen im Bergbau kommt es oft zu vorzeitigen Ausfällen der Wälzlager an der Spannrolle. Häufig beträgt deren Lebensdauer nur wenige Monate, da aus Gründen von Handhabbarkeit, Wartung und Kosten meist Stehlagergehäuse mit offenen Pendelrollenlagern verwendet werden. NSK hat eine Lösung gefunden, um die Lebensdauer von Lagern in diesem kritischen Einsatzfall um das bis zu Zwanzigfache zu steigern. Der Hersteller hat dazu eine Weltneuheit entwickelt: Pendelrollenlager mit abnehmbarer Dichtung. Diese Dichtung ist in einem Dichtungsträger montiert, der über Schrauben vollständig abnehmbar ist und somit den Zugang für Spielmessungen mit Fühlerlehren (und, falls erforderlich, für eine Inspektion sowie zum Schmieren mit einem Fett nach Wahl des Anwenders) ermöglicht. Diese Konstruktion erfordert kein Warmaufschrumpfen mit entsprechenden Anwärmgeräten, und die Anwender können konische Spannhülsen und Gegenmuttern entsprechend der ISO-Norm verwenden. Diese Ausführung ist abmessungsgleich mit bestehenden Lösungen und somit austauschbar. Durch den Einsatz des firmeneigenen Hi-TF-Lagerwerkstoffs erhöht sich die Tragzahl um bis zu 10% (je nach Größe) im Vergleich zu einem offenen Standardlager. Die Betreiber der Förderanlagen können daher ihre vorhandenen offenen Lager (z.B. an den Antriebs-, Umlenk- und Spannrollen von Förderbändern) einfach gegen die NSK-Pendelrollenlager austauschen; ein neues Gehäuse ist nicht erforderlich. Die Lager sind mit Dichtungen aus dem bewährten Hochleistungs-Nitril-Werkstoff (HNBR), der für Umgebungstemperaturen bis 100°C geeignet ist, und extra starken Lippendichtungen ausgestattet, die im Vergleich zu branchenüblichen Konzepten eine um 30% effektivere Abdichtung bieten. Das trägt zum Schutz vor Verunreinigungen und damit zu einer langen Lebensdauer bei.

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