Polymer-Gleitlager
Igus mit dreimal UV-beständigeren Solarwerkstoffen
Bild: Igus GmbH

Solarmid und Iglidur P UV heißen die zwei neuen Werkstoffe, die Igus speziell für Gehäuselager in einachsigen Solartrackern entwickelt hat. Ein Blick in die Solarparks weltweit zeigt: Immer mehr Betreiber setzen auf bifaziale Solarmodule, die das einfallende Licht nicht nur über die Vorderseite, sondern auch über die Rückseite einfangen können. Damit die Module auf Vierkantrohren sicher gelagert sind, bietet Igus mit seinen Igubal Stehlagern eine zuverlässige Lösung.

Bisher wurden die Lager klassischerweise vor allem hinter dem Modul verbaut und waren daher nur teilweise der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Um die Auslastung der Solarparks noch weiter zu erhöhen, setzen Betreiber immer mehr auf zwei bifaziale Module, die übereinander ausgelegt sind, auch bekannt als 2P-Konfiguration (two-in-portrait). Die Module sind hier auf Abstand angeordnet, dazwischen befinden sich die Gehäuselager, die nun stärker der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Speziell für diesen Einsatz hat Igus jetzt mit Solarmid und Iglidur P UV zwei neue Tribo-Polymere für das Gehäuse und die Kalotte entwickelt. Die Werkstoffe sind schmiermittel- und wartungsfrei, schmutz- und staubresistent, womit sie sich gut für den Einsatz in der Solarindustrie eignen. Zudem besitzen sie einen extra UV-Schutz.

In einem Test nach ASTM-G154, einer Standardprüfung für Kunststoffe, zeigte sich, dass sich nach 2.000 Stunden unter extremer UV-Bestrahlung die Biegeeigenschaften der neuen Werkstoffe nur um 5% veränderten. Im Vergleich dazu veränderten sich die bisher in der Solarindustrie eingesetzten Materialien um 14%. „Der Test zeigt, dass es uns gelungen ist, neue Materialien für die Solarindustrie zu entwickeln, die die Solartracker noch zuverlässiger und langlebiger machen“, so Richard Won, Branchenmanager Erneuerbare Energien bei Igus. „Mit den neuen Materialien können wir kundenindividuelle Lagerlösungen speziell für Utility Scale Projekte anbieten, die sehr UV-beständig sind und somit unerwünschte Wartungsarbeiten reduzieren.“

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