
Als Premium-Pneumatikgreifer ausgelegt, stehen die Endeffektoren der 5000er Familie für hohe Greifkräfte, robuste und gehärtete Führungen sowie eine langlebige Konstruktion (bis zu 30 Millionen wartungsfreie Zyklen!) für den industriellen Dauereinsatz. Dank standardisierter Schnittstellen lassen sie sich in unterschiedlichste Anwendungen integrieren – vom klassischen Maschinenbau bis hin zu hochautomatisierten Fertigungslinien.
Innerhalb dieser Plattform sind auch die hybriden Varianten GPP5000IL und GPD5000IL verortet. Sie ergänzen das Portfolio gezielt um Funktionen wie integrierte Sensorik und IO-Link-Kommunikation, greifen dabei jedoch konsequent auf die bewährte mechanische Basis der 5000er Familie zurück. Anwender profitieren somit von einem durchgängigen Systemansatz, bei dem sich unterschiedliche Greiferkonzepte flexibel kombinieren und in bestehende Anwendungen integrieren lassen.

Hybridgreifer: Brückentechnologie mit klarem Mehrwert
Die Serien GPP5000IL und GPD5000IL kombinieren den pneumatischen Antrieb mit integrierter Elektronik, Sensorik und IO-Link-Kommunikation. Dieses hybride Konzept verbindet zwei Welten: die Dynamik, Robustheit und Wirtschaftlichkeit der Pneumatik mit den Möglichkeiten digitaler Prozessintegration.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Bestehende Pneumatik-Infrastrukturen können weiter genutzt werden, während gleichzeitig zusätzliche Funktionen wie Zustandsüberwachung, Positionsmessung und Werkstückerkennung zur Verfügung stehen. Damit eignen sich die Hybridgreifer insbesondere als Brückentechnologie in Richtung Industrie 4.0 – ohne den Zwang, vollständig auf rein elektrische Systeme umzusteigen.

Weniger Komponenten, weniger Aufwand
Installation und Wartung neu gedacht: Ein zentraler Effizienzhebel liegt in der konsequenten Integration von Funktionen. Die Ventiltechnik ist bereits im Greifer integriert, wodurch externe Ventilinseln und ein Großteil der Verschlauchung entfallen. Für die Anbindung genügt eine Pneumatikleitung sowie ein IO-Link-Kabel.
Was bereits in der Installation Vorteile zeigt, entfaltet seine volle Wirkung im laufenden Betrieb. Die reduzierte Anzahl an Komponenten senkt den Wartungsaufwand deutlich. Weniger Bauteile bedeuten weniger Verschleißstellen, weniger potenzielle Leckagen und insgesamt eine höhere Systemstabilität. Gerade in Anlagen mit mehreren Greifern summiert sich dieser Effekt erheblich und führt zu spürbar geringeren Betriebskosten.
Hinzu kommt die vereinfachte Fehlersuche: Während bei klassischen pneumatischen Systemen Fehler häufig entlang der gesamten Peripherie – von der Ventilinsel über Schlauchverbindungen bis hin zum Greifer – gesucht werden müssen, lässt sich die Ursache bei hybriden Greifern gezielt eingrenzen. Zustands- und Diagnosedaten stehen über IO-Link zur Verfügung und ermöglichen eine schnelle Analyse. Stillstandzeiten werden verkürzt, die Anlagenverfügbarkeit steigt.

Vom Greifer zum datenliefernden Systemelement
Neben der mechanischen Funktion rückt die Informationsgewinnung zunehmend in den Fokus. Die hybriden Greifer verfügen über eine integrierte Backenpositionsmessung mit einer Genauigkeit von bis zu ±0,05mm. Damit wird der Greifer selbst zum Sensor – und eröffnet neue Möglichkeiten in der Prozessgestaltung.


















