PC-based Control sorgt für besseres Klima

 Die mit PC-based Control automatisierten Luftentfeuchter von Airwatergreen verbrauchen aufgrund eines patentierten Verfahrens zwischen 30 und 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Anlagen.
Die mit PC-based Control automatisierten Luftentfeuchter von Airwatergreen verbrauchen aufgrund eines patentierten Verfahrens zwischen 30 und 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Anlagen.Bild: ©Josefin Widell Hultgren

Airwatergreen hat sich auf Raumklimalösungen spezialisiert, die den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Technologien zwischen 30 und 70 Prozent senken. Ihre CVP-Technologie arbeitet mit einem flüssigen Trocknungsmittel und nutzt das Prinzip der Absorption von Wasserdampf aus der Luft. Die Temperatur und die Konzentration der Lösung , d.h. deren Dampfdruck, bestimmen die Fähigkeit, der Luft Wasserdampf zu entziehen oder auch zuzuführen. Die Konzentration kann dabei so geregelt werden, dass das Gerät die angesaugte Luft mit einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 90 Prozent abgibt. „Unsere Technologie erzeugt die optimale Luftqualität in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit direkt in der Produktions- oder Lagerhalle, wodurch komplexe Evakuierungssysteme überflüssig werden“, erklärt Bo Tiderman, CEO von Airwatergreen.

Da bei den Next-Geräten lediglich das bei der Entfeuchtung aufgefangene Wasser abgeführt werden muss, ist die Installation deutlich einfacher als bei klassischen Klimatisierungsanlagen. Darüber hinaus vermeidet die mit Twincat 3 realisierte Steuerung den Betrieb zu Tageszeiten mit hohen Strompreisen, ohne dass die Kühl- bzw. Entfeuchtungsleistung beeinträchtigt wäre. „Diesen nachhaltigen, energieoptimierten Betrieb fordern viele Interessengruppen branchenübergreifend“, betont Tiderman.

 Ein lüfterloser Embedded-PC CX5130 bildet mit seinem Multicore-Prozessor Intel Atom die Basis für die 
dynamische Regelung des Dampfdrucks sowie die Ansteuerung von Lüftermotor und Umwälzpumpe.
Ein lüfterloser Embedded-PC CX5130 bildet mit seinem Multicore-Prozessor Intel Atom die Basis für die dynamische Regelung des Dampfdrucks sowie die Ansteuerung von Lüftermotor und Umwälzpumpe.Bild: ©Josefin Widell Hultgren

Lüfterloser Embedded-PC als Steuerungszentrale

Airwatergreen hat sich nach der Evaluierung verschiedener Alternativen für einen Embedded-PC CX5130 als Steuerung entschieden, weil dessen Multicore-Prozessor Intel Atom mit 1,75GHz-Taktfrequenz genügend Rechenleistung zur Verfügung stellt, um die Daten auszuwerten sowie den Dampfdruck, die Umwälzpumpe und den Lüftermotor zu regeln. „Die kompakte, lüfterlose Bauform und die geringe Leistungsaufnahme des Embedded-PC sowie Twincat 3 als flexible Engineeringplattform machte PC-based Control für uns zur optimalen Wahl“, betont David Johansson, Entwicklungsingenieur bei Airwatergreen. Die Bedienung erfolgt über ein kompaktes Multitouch-Einbau-Control-Panel CP29xx mit einer mit Twincat 3 HMI erstellten Visualisierung, die eine umfassende Fernüberwachung unterstützt. „Beispielsweise wird bei einer unerwarteten Abweichung der Luftfeuchtigkeit sofort ein Alarm ausgelöst, damit der Betreiber umgehend Gegenmaßnahmen einleiten kann“, so Johansson.

Abgestimmt auf die verschiedenen Gebäudegrößen und unterschiedlichen Anforderungen an das Raumklima werden eine oder mehrere Next-Aggregate installiert und miteinander vernetzt. Sensoren in den Räumen und Gebäudeteilen liefern die notwendigen Daten, um die Entfeuchtung zu regeln. Die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten über die Ethercat-Klemmen und Gateway-Funktionen erleichtern dabei auf der I/O-Ebene die Vernetzung mit anderen Komponenten der Gebäudeautomation und die Anbindung der Sensorik.

 Über die mit Twincat HMI realisierte Visualisierung lassen sich am Control Panel die Parameter des Luftentfeuchters aufrufen und anpassen.
Über die mit Twincat HMI realisierte Visualisierung lassen sich am Control Panel die Parameter des Luftentfeuchters aufrufen und anpassen.Bild: ©Josefin Widell Hultgren

Hohe Markterwartungen

Airwatergreen hat seit Markteinführung rund 20 Next-Anlagen installiert. Der Absatz soll in absehbarer Zeit auf mehrere hundert Geräte pro Jahr steigen. Da sich die Maschinen sich für unterschiedliche Innenraumklimatisierungen mit Temperaturen von 0 bis +40°C eignen, ist eine Nutzung in verschiedensten Branchen möglich. Der ROI der Luftentfeuchter liege laut Tiderman in der Regel bei zwei bis drei Jahren, unabhängig davon, ob bestehende Befeuchtungssysteme ersetzt oder Next als Teil der Belüftungsinfrastruktur in Neubauprojekte integriert werde.