Die elektrischen Vakuum-Erzeuger erfassen Prozesszustände und stellen diese digital bereit. Über IO-Link integrieren sie sich in vernetzte Produktionsumgebungen. Anwender überwachen damit den Prozess und können Parameter einfach anpassen. „Die Vakuum-Komponente wird zu einem datenliefernden Feldgerät. Das schafft Voraussetzungen für Condition Monitoring und zustandsorientierte Wartung“, macht Michael Pojtinger klar.

Auch wenn infrastrukturunabhängige Vakuum-Komponenten nicht pauschal bestehende pneumatische Systeme ersetzen, erweitern sie das Spektrum und eröffnen neue Freiheitsgrade.“Produktionsverantwortliche können diese zusätzliche Option nutzen, um Automatisierung konsequent an Mobilität, Flexibilität und digitaler Transparenz auszurichten“, erklärt Michael Pojtinger.

Praxisbeispiel: Elektrisches End-of-Line-Handling

Bizerba, Spezialist für Waagen & Verpackungssysteme, realisierte für einen spanischen Lebensmittelverarbeiter eine smarte Kommissionierlösung mit einer rein elektrischen Vakuum-Erzeugung direkt am Roboterarm. In der Anwendung nehmen zwei Cobots mit Schmalz Greifern folierte Fleischpackungen auf und legen sie mit bis zu 96 Picks pro Minute in Transportkisten. Die elektrische Unterdruckversorgung erfolgt über die elektrische Compact-Pump GCPi in Kombination mit elektrischen Kompaktventilen.

Diese dezentral am Greifer montierte Lösung liefert den benötigten Unterdruck schnell, effizient und ohne zentrale Druckluftquelle. Sie ist ebenso leistungsfähig wie pneumatische Systeme, verbraucht aber deutlich weniger Energie und senkt so die Betriebskosten. Die digitale Anbindung über IO-Link ermöglicht zudem die Überwachung relevanter Prozessparameter und eine vorausschauende Wartung. Die elektrische Vakuum-Erzeugung steigert die Produktivität, reduziert den Personalbedarf und verbessert die Prozesssicherheit der automatisierten Kommissionierung beim Fleischverarbeiter deutlich.

Seiten: 1 2