Glasfasertechnik rettet Fledermäuse

A bat flying against a stunning sunset backdrop with wind turbines highlighting the intersection of wildlife and renewable energy

Die intelligente Abschaltautomatik für Windkraftanlagen von Fleximaus berechnet aus Umweltparametern wie der Außentemperatur, der Windgeschwindigkeit oder Regenintensität eine Wahrscheinlichkeit für nahe Fledermäuse und schaltet Windenergieanlagen vorsorglich ab. Ist die Gefahr gebannt, werden die Rotoren schnell wieder zum Laufen gebracht. Eine wesentliche Rolle spielt dabei zuverlässige und ausfallsichere Glasfasertechnik von eks Engel.

 Die Steuerung der Abschaltautomatik 
von Fleximaus
Die Steuerung der Abschaltautomatik von FleximausBild: EKS Engel FOS GmbH & Co. KG

Medienkonverter und Switche für zuverlässigen Betrieb

Die Steuerung für die Fleximaus-Lösung sitzt im sogenannten Netzverknüpfungspunkt, über den der Windpark ans öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. Über Lichtwellenleiter ist die Steuerung mit dem Windparkserver verbunden, der die relevanten Umweltdaten an das System liefert. Auch eigene Umweltsensoren sind an das System angeschlossen. Meist sitzen sie in 3 bis 4m Höhe, teilweise aber auch in der Gondel. Aufgrund des geringen Bauraums verwendet Fleximaus den kompakten unmanaged Medienkonverter EL-100-XS von eks Engel, der die elektrischen Signale der Sensoren in die optischen Signale des Lichtwellenleiters umsetzt. Der Medienkonverter für 10/100Mbit/s funktioniert mit Kunststoff-, HCS-, Multimode- oder Singlemode-LWL. Eine Auto-Negotiation, MDI/MDI-X und ein erweiterter Temperaturbereich schaffen weitere Flexibilität.

Zur internen Kommunikation nutzt Fleximaus unter anderem die nur 3cm breiten 8- und 10-Port-Switche der EL-1000-4GM Serie unterstützen Profinet und sind bereits für Time-Sensitive Networking (TSN) vorbereitet. Mit den managed Gigabit Switchen sind Übertragungsweiten von bis zu 100km möglich, der Temperaturbereich von -40 bis +70°C und die IP20-Schutzart sorgen für große Robustheit auch im Außenbereich. Aufgrund einer selbsterklärenden Benutzeroberfläche lässt er sich ohne spezielle Vorkenntnisse programmieren. Im Betrieb gibt der Switch dann den Status der Ports, die Gerätetemperatur, die Spannung und den Zustand der Glasfaserstrecken aus.

Fledermausschutz bei hohem Stromertrag

Die genaue Ursache, warum so viele Fledermäuse in Windenergieanlagen sterben ist noch nicht exakt geklärt. Neben den Luftverwirbelungen oder Geräuschen der Anlagen können auch Reflexionen Einfluss auf das Verhalten der nützlichen Tiere haben. Diese Effekte könnten ihr empfindliches Orientierungssystem stören und sie auf Kollisionskurs bringen.

Die Wissenschaft betont daher die Notwendigkeit weiterer Studien, um die komplexen Ursachen genau zu verstehen. Klar ist jedoch: Fledermausfreundlichere und effiziente Windkraftanlagen sind machbar. So konnte Fleximaus durch die Kombination vieler kleiner Optimierungsschritte in der Praxis sowohl den Artenschutz steigern als auch die Performance eines Windparks um 1,7 Mio.kWh jährlich erhöhen.