
Das neue Whitepaper ‚AI Beyond The Prototype‘ beleuchtet Herausforderungen und Lösungen für einen nachhaltigen Einsatz maßgeschneiderter KI-Modelle in der Industrie. Es zeigt auf, wie Anomalien frühzeitig erkannt, Ressourceneffizienz verbessert und KI-Systeme für einen stabilen Dauerbetrieb robust gemacht werden können. Das von mehreren Fraunhofer-Instituten und -Initiativen veröffentlichte Whitepaper steht Unternehmen kostenfrei zur Verfügung.
Das Whitepaper mit dem Untertitel ‚Requirements for Long-Term Operations of AI in Industry‘ strukturiert die Anforderungen, die für einen Projekterfolg ‚jenseits des Prototyps‘ entscheidend sind, in sechs Kategorien: Autonomiegrad, Performance, Überwachung und Wartung, Integration und Deployment, Akzeptanz sowie Regulierungskonformität. Es beschreibt ein strukturiertes Vorgehen für die Umsetzung in realen OT-/IT-Umgebungen und etabliert eine gemeinsame Sprache zwischen KI- und Domänenexpertinnen und -experten.
„KI schafft ihren Mehrwert in der Industrie erst im langfristigen Betrieb. Deshalb müssen Teams die operativen Anforderungen – Robustheit, Drift-Handling, Wartbarkeit und Nachvollziehbarkeit – bereits während der Entwicklung antizipieren“, sagt Dr. Constanze Hasterok vom Fraunhofer IOSB. „Unser Whitepaper macht diese Anforderungen explizit und zeigt, wie sich OT-/IT-Integration, Monitoring und regulatorische Aspekte wie EU AI Act von Beginn an sauber aufsetzen lassen.“ Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Für den Weg in die Produktion liefert das Whitepaper konkrete technische und organisatorische Stellhebel. „Damit KI-Lösungen den Sprung vom Prototyp in den Alltag schaffen, braucht es mehr als gute Modelle – neben MLOps insbesondere stabile Dateninfrastrukturen und eine klare Strategie, wie Edge- und Cloud-Dienste zusammenspielen“, sagt Lukas Rauh vom Fraunhofer IPA. „Erst dann werden Systeme für KI-Lösungen skalierbar und wirklich praxistauglich.“
„Für den langfristigen Erfolg von KI in der Industrie reicht ein funktionierender Prototyp nicht aus. Unternehmen brauchen robuste Prozesse, klare Rollen und eine Organisationsstruktur, die den kontinuierlichen Betrieb unterstützt“, sagt Dr. Holger Kett vom Fraunhofer IAO. „Unser Whitepaper zeigt, wie methodisches KI-Engineering, MLOps und human-zentrierte Gestaltung zusammenspielen, damit KI-Lösungen im Alltag zuverlässig, nachvollziehbar und skalierbar eingesetzt werden können.“
Das Whitepaper ist frei verfügbar auf den Websites der beteiligten Institute und Initiativen sowie über Fraunhofer-Publica. Es richtet sich an KI-Expertinnen und -Experten, Projektleitende und technische Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen, die KI-Systeme jenseits von Prototypen in reale OT-/IT-Umgebungen überführen.

















