Sicherer Betrieb von Druckluftanlagen

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Bild: Universität Stuttgart, EEP / Rainer Bez

Mit dem Projekt AI4Air haben das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) und WRS Energie + Druckluft eine vollständig lokal betriebene KI entwickelt und erfolgreich erprobt. Diese KI liefert mit Hilfe eines digitalen Zwillings konkrete Handlungsanweisungen für Druckluftsysteme ohne zu halluzinieren. Sie wird mit spezifischem Anlagenwissen gespeist, arbeitet vollständig ‚on premise‘ und ist direkt in das technische System integriert. Die spezialisierten Sprachmodelle laufen somit nicht auf fremden Servern, sondern in einer geschützten lokalen Umgebung. Das System reagiert in durchschnittlich 10s auf komplexe Fragestellungen. Bei druckluftspezifischen Fragen erreicht das Modell eine Genauigkeit von über 90 Prozent, sensible Produktionsdaten verlassen dabei zu keinem Zeitpunkt das Unternehmen. Während der Zwilling das Druckluftsystem physikalisch und energetisch in Echtzeit abbildet, dient das LLM als ‚Dolmetscher‘. Es übersetzt abstrakte Datenkurven in verständliche Handlungsempfehlungen. So meldet das System nicht nur einen abstrakten Druckabfall, sondern priorisiert konkrete Maßnahmen.