Der Nürnberger Maschinenbauer GMN gehört mit seiner Idea-4x Solutions Toolbox zu den drei Finalisten des AMB Award 2026 in der Kategorie ‚Software und Digitalisierung‘. Das Nürnberger Familienunternehmen hatte zum Wettbewerb seine Idea-4x Solutions Toolbox eingereicht, die metallverarbeitenden Unternehmen auf ihrem Weg zur Digitalisierung helfen soll. Das System ist Bestandteil der Strategie des Maschinenbauers, der sich vom klassischen Zulieferer einzelner Komponenten zum Anbieter digitaler Lösungen und Services wandeln will.
Der Fachjury des AMB-Awards gehörten neben Vertretern der Branchenverbände VDMA und VDW auch Wissenschaftler der TU Darmstadt und der Universität Stuttgart an. Zum Sieger der Kategorie kürte sie am 15. September in Stuttgart AutonomIQ Technologies.
„Schon die Nominierung ist eine große Ehre für unser gesamtes Team und eine schöne Bestätigung unseres Weges“, sagt Dr. Jens Falker, Geschäftsführer von GMN. „Wir haben in den vergangenen Jahren bewusst den Schritt vom reinen Spindelhersteller für Werkzeugmaschinen hin zu einem Anbieter smarter, digitaler Lösungen und Dienstleistungen gewagt. Die Nominierung honoriert diesen Mut zur digitalen Transformation.“
Die Idea-4x Solutions Toolbox für Fräs- und Schleifmaschinen soll Anwendern helfen, frühzeitig zu erkennen, wann eine Motorspindel, gewartet werden sollte. Damit können ungeplante Stillstände, Produktionsunterbrechungen und Schäden an Maschinenkomponenten vermieden werden.
Physisch besteht die Idea-4x Solutions Toolbox aus einem kleinen Rechner, der als Bindeglied das Zusammenspiel aus den Sensoren in der Motorspindel, der Maschinensteuerung und der Auswertungssoftware ermöglicht. Die fortlaufend gemessenen Werte wie Temperatur, Drehzahl und Schwingungen werden maschinenintern ausgewertet und in die Cloud übertragen.
Das in Nürnberg entwickelte System funktioniert herstellerunabhängig: Auch andere Firmen können ihre Maschinen damit ausstatten. GMN strebt ausdrücklich die Kooperation mit Wettbewerbern an und lädt sie zur partnerschaftlichen Nutzung ein.
Bei der Entwicklung und Herstellung klassischer, physischer Maschinenkomponenten setzt GMN auf Wachstum: Im Mai hat der Maschinenbauer in Nürnberg mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen, das Investitionsvolumen beträgt rund 28Mio.€.
















