
Vemag hat durch den intelligenten Einsatz einer KI-Lösung im Einkauf die direkten Beschaffungskosten deutlich gesenkt, Einsparpotenziale identifiziert und Prozesskosten verbessert. Für das Projekt ‚Von Daten zu Einsparungen: Vemag hebt Einkaufspotenziale mit KI‘ wurde der Hersteller von Maschinen für die Lebensmittelindustrie mit dem Procurement Excellence Award 2025 (KMU) ausgezeichnet.
Der Vemag-Einkauf ist nach Materialgruppen gegliedert und wird von einem 16-köpfigen Team gesteuert, das ein Materialportfolio von mehr als 60.000 aktiven Teilen verwaltet. Vor dem Start der Digitalisierungsstrategie erfolgte die Beschaffung vor allem regional, große Einkaufsvolumina wurden individuell verantwortet und der Fokus lag in erster Linie auf operativen Prozessen.
Unternehmenswachstum, zunehmender internationaler Wettbewerb sowie steigende Anforderungen an Effizienz und Transparenz erforderten 2023 schließlich eine umfassende Neuausrichtung mit dem Ziel, den Einkauf nicht nur digitaler, sondern zugleich strategischer, skalierbarer und resilienter aufzustellen. Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Die zentrale Neuerung besteht darin, dass eine selbstlernende KI das bestehende ERP-System erweitert, indem sie Bestellungen und Rechnungen in Echtzeit analysiert. Sie erkennt Einsparpotenziale automatisch und informiert die zuständigen Einkäufer proaktiv. Ein selbstüberwachendes Modell filtert relevante Abweichungen und verbessert sich kontinuierlich durch Feedback aus dem Einkauf, wodurch Fehlalarme sinken und der ROI steigt.
In den ersten beiden Betriebsjahren wurden laut Unternehmen bereits direkte Beschaffungskosten im mittleren sechsstelligen Bereich eingespart. Zudem sank der operative Aufwand im Einkauf deutlich, da die manuelle Datensuche entfällt. Auch die Vorbereitung einzelner Verhandlungen gestaltetet sich dank der KI effizienter – mit einer Zeitersparnis von rund 80%. Außerdem reduziert die KI die Prozesskosten, indem sie Bestellungen bündelt und damit Buchungs-, Prüf- und Logistikvorgänge zusammenfasst.
Ökologisch senkt die Bündelung von Kleinbestellungen nicht nur Einkaufspreise, sondern vor allem Transport- und Verpackungsaufwand. Erste Hochrechnungen zeigen, dass allein das Reduzieren redundanter Lieferfahrten in den Normteile- und Einbauteile-Warengruppen jährlich rund 2t CO2 einspart.

















