
Für die Antriebstechnik sind Sägen, Fräsmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren besonders herausfordernd, da selbst kleinste Partikel im Gewinde den Lauf einer Spindel beeinträchtigen, zu erhöhtem Verschleiß führen und letztlich die Positioniergenauigkeit gefährden können. Die eingesetzten Komponenten müssen dementsprechend langlebig und unempfindlich gegenüber Staub und Spänen sein – und auch unter diesen rauen Bedingungen eine präzise, vibrationsarme Arbeitsweise ermöglichen. Die gewirbelten Spindeln von Dr. Tretter sind speziell auf sauberes und zuverlässiges Arbeiten in verschmutzungsintensiven Umgebungen ausgelegt.

Präzision durch Wirbeltechnologie
Das Hartwirbeln ist eine spanabhebende Fertigung, bei der die Kugellaufbahnen in das bereits gehärtete und präzisionsgeschliffene Spindelmaterial gewirbelt werden. Dadurch lässt sich sowohl die Oberfläche als auch die Funktionssicherheit verbessern. „Beim Wirbelverfahren rotiert ein ringförmiges Werkzeug mit Hartmetallschneiden um das Werkstück und trägt das Material präzise ab“, beschreibt Felix Scherer, Produktmanager bei Dr. Tretter. Bei Bedarf sind Steigungsgenauigkeiten bis zu T3 möglich. Das Ergebnis: ein hochpräzises Gewinde mit exakter Kontur und guter Oberflächenqualität.
Damit lassen sich verschiedene Materialien, auch rostbeständige Metalle, bearbeiten. Die Kugelprofile der Muttern werden exakt hergestellt und sind genau auf die Spindeln abgestimmt. Die Endenbearbeitung erfolgt nach Kundenzeichnung. „Mit dem Hartwirbeln sind wir flexibel was unterschiedliche Gewindegrößen und -längen oder abweichende Gewindegeometrien angeht“, erläutert Scherer.

Gotisches Gewindeprofil ohne Schleifrille
Ein zentrales Merkmal der gewirbelten Spindeln ist das gotische Gewindeprofil ohne Schleifrille oder Walzansatz, die als Schmutzfänger dienen könnten. Das sorgt für eine dauerhaft saubere Funktion: Selbst bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten bleibt der Bewegungsablauf gleichmäßig. Denn bereits geringe Schmutzablagerungen erhöhen die Reibung, was langfristig zu Laufunruhe oder Blockaden führen kann. „Mit unseren gewirbelten Kugelgewindetrieben schaffen wir eine Oberfläche, an der sich Partikel kaum festsetzen können“, erklärt Scherer. Zugleich erleichtert die glatte Oberfläche die Reinigung. Anwender profitieren von geringerem Wartungsaufwand, längeren Standzeiten und weniger ungeplanten Stillständen.
Auch die Geometrie der Spindeln bleibt konstant reproduzierbar. Da beim Wirbeln keine Umformkräfte wirken, treten keine Materialverfestigungen oder Verzüge auf, wie sie beim Gewindewalzen vorkommen können. Damit erfüllt jede Spindel exakt die geforderten Toleranzen.
Zubehörlösungen für jede Anwendung
Ergänzend zu den gewirbelten Kugelgewindetrieben bietet Dr. Tretter eine Vielzahl an Lagereinheiten und Abstreiferlösungen, die sich auf den jeweiligen Einsatzbereich abstimmen lassen. Sie verhindern, dass Holzstaub, Schmutzpartikel oder Späne in die Spindelmutter und zu den Kugellaufbahnen eindringen. Je nach Applikation kommen unterschiedliche Materialien und Bauformen zum Einsatz.


















