Eine thematisch neue Fläche ist der Defense Production Park. Hier zeigen Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie, wie moderne Produktionstechnik sicherheitskritische Anforderungen erfüllt und dabei hochgradig skalierbar bleibt. Der Hintergrund ist bekannt: Die ‚Zeitenwende‘ in der deutschen Sicherheitspolitik stellt die Rüstungsindustrie vor die Herausforderung, ihre Kapazitäten in kurzer Zeit erheblich auszuweiten – ohne Abstriche bei Qualität und Versorgungssicherheit. Dass die Hannover Messe dieses Thema aufgreift, ist konsequent: Die Fertigungsherausforderungen der Verteidigungsindustrie unterscheiden sich technologisch kaum von jenen anderer anspruchsvoller Industriezweige.
Software und IT: ein wachsendes Gewicht
Wer die Hannover Messe über mehrere Jahre beobachtet, stellt einen klaren Trend fest: Software, IT-Plattformen und digitale Geschäftsmodelle nehmen mehr Raum ein, während klassische Maschinenbau-Teilbereiche wie Hydraulik oder Antriebstechnik seltener im Mittelpunkt stehen. Das spiegelt die Realität der Industrie wider – die Wertschöpfung verlagert sich zunehmend in den digitalen Bereich. Wer nach dem Vorbild der 2018 eingestellten CeBIT eine Plattform für industrienahe IT sucht, findet in Hannover inzwischen ein beachtliches Angebot: KI-Infrastruktur, Datenökosysteme, Edge Computing und Industriesoftware haben auf der Messe einen festen Platz. Der Unterschied zur einstigen CeBIT: Der Bezug zur physischen Produktion bleibt das verbindende Element. Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Partnerland Brasilien
Brasilien ist Partnerland der Hannover Messe 2026 und präsentiert sich mit über 160 Ausstellern. Als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas mit wachsendem Industriesektor, reichen Rohstoffvorkommen und strategischer Bedeutung für globale Lieferketten passt Brasilien gut in das Profil der Messe. Mehr als 1.500 deutsche Tochterunternehmen sind in Brasilien aktiv – das Potenzial für konkrete Geschäftsanbahnungen ist vorhanden. Angesichts sich verschiebender Handelsbeziehungen und einer zunehmenden Diversifizierung von Lieferketten richtet die deutsche Industrie ihren Blick ohnehin stärker nach Lateinamerika. Die Messe bietet dafür einen gut organisierten Rahmen.

















