
Auf der Mitgliederversammlung des Fachverbands Fluidtechnik in Erfurt wurde Dr. Steffen Haack, Vorsitzender des Vorstands der Bosch Rexroth AG, für eine weitere Amtsperiode von 2025 bis 2029 zum Vorsitzenden des Fachverbandsvorstands gewählt. Mit seiner Wiederwahl setzt der Verband auf Kontinuität und Erfahrung in der Führung. Christine Grotz, Geschäftsführende Gesellschafterin/CEO von Weber-Hydraulik und Dr. Reinhard Baumfalk, Vice President Global Engineering Factory Automation von Emerson Automation Solutions Aventics wurden als stellvertretende Vorsitzende gewählt.
„Dr. Steffen Haack und der gesamte Vorstand treiben die Arbeit des Fachverbands in Sachen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Bildung weiter voran. Unter seiner Leitung erreichte der Fachverband ein neues Rekordniveau von 238 Mitgliedern inkl. 14 Unternehmen aus dem europäischen Ausland. Ich freue mich auf die weitere fruchtbare Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam unsere zentralen Zukunftsthemen voranzubringen“, sagt Hartmut Rauen, Geschäftsführer des Fachverbands Fluidtechnik im VDMA.
„Der Verband wird eine noch stärkere Rolle als Impulsgeber, Wegbereiter und Vernetzer übernehmen“, betont Dr. Steffen Haack. „Für die Fluidtechnik sehe ich vier wichtige Handlungsfelder: 1.: Normung, um mit unseren internationalen Normungsaktivitäten die globalen Potentiale möglichst zu erschließen; 2: Nachhaltigkeit mit Fokus auf energieeffiziente und digital vernetzte Lösungen; 3.: Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen, also Theorie und Praxis sowie last but not least 4.: Aus- und Weiterbildung sowie Nachwuchsförderung als existenzielle Aufgabe.“ Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Die Industrie am Standort Deutschland, so auch die Fluidtechnik, steht seit geraumer Zeit vor gewaltigen Herausforderungen: ständige Störungen globaler Lieferketten – so aktuell durch disruptive Zölle, oder Einschränkungen bei z.B. seltenen Erden, hohe Energie- und Material- oder Bürokratiekosten sowie Fachkräftemangel befeuern die Situation weiter. Knappe Ressourcen – gerade der Ingenieure – werden von technologischen Regulierung zusätzlich verknappt. Daher sind die Rahmenbedingungen am Standort dringend deutlich zu verbessern.
Dazu Dr. Steffen Haack im Interview des kürzlich erschienenen Tätigkeitsberichts des Fachverbands Fluidtechnik für den Zeitraum 2021 bis 2025: „Wirklich positiv ist, dass die Fluidtechnik ihre Resilienz bei Lieferengpässen oder den Preisexplosionen bei Energie und Rohstoffen bewiesen hat. Die Branche hat die Zeit aber auch für Weichenstellungen genutzt: Das betrifft die Positionierung im globalen Wettbewerb – insbesondere China, die Nachhaltigkeitsthemen (Energieeffizienz), die Regularien (PFAS) oder auch die Digitalisierung, Stichwort Fluid 4.0. Ich sehe die Fluidtechnik deshalb gut aufgestellt aufgrund ihrer technologischen Fähigkeiten.“
Nach einem prognostizierten nominalen Minus von 2% (Hydraulik) und 1% (Pneumatik) für 2025 erwartet die Branche im kommenden Jahr wieder ein leichtes Wachstum von nominal rund 3%. Das Umsatzvolumen lag 2024 bei 8,5Mrd.€ (Hydraulik: 5,5Mrd.€, Pneumatik: 3Mrd.€).

















