
Seit über zwei Jahrzehnten wird die Profinet-Spezifikation weiterentwickelt, um den steigenden Anforderungen der Industrie gerecht zu werden und neue technologische Möglichkeiten zu erschließen. Mit der neuen Version V2.5 veröffentlicht PI (Profibus & Profinet International) eine aktualisierte Spezifikation. Grundlage dafür waren technische und organisatorische Beiträge innerhalb der PI-Organisation sowie Abstimmungen mit internationalen Gremien und Verbänden. Profinet ist in 60802-basierte Netzwerke integrierbar und unterstützt die angestrebte IT/OT-Konvergenz. Auch im Bereich Cyber-Security wurden Fortschritte erzielt: Die ursprünglich konzeptionellen Ansätze wurden in konkrete Spezifikationen überführt. Geräte der Security Class 1 (SecCl1) sind bereits im Einsatz, Funktionen der Klassen 2 und 3 befinden sich in der Erprobung. Mit V2.5 wurden nun die letzten offenen Punkte – einschließlich der Zertifikatsverteilung – geschlossen, sodass Profinet künftig als ‚Security inside‘ bezeichnet werden kann.
Ein neu definierter Transportkanal ermöglicht die sichere und flexible Umsetzung von Use Cases wie Parametrierung, Toolzugriff oder Firmware-Updates – mit oder ohne Security. Dank Layertrennung ist dieser Kanal sowohl für Embedded-Systeme als auch für virtualisierte, containerbasierte Umgebungen geeignet.
Darüber hinaus wurden letzte Erweiterungen zur Integration von Ethernet-APL und Single Pair Ethernet (SPE) ergänzt. All diese Neuerungen finden sich auch in den aktualisierten GSD/GSDX-Spezifikationen wieder und werden in die PI-Testsysteme überführt.

















