
Auf der Formnext 2025 präsentierte HP Additive Manufacturing Solutions (HP AM) eine Reihe von Innovationen und Kooperationen. Ziel des Unternehmens ist es, die Einführung der additiven Fertigung in verschiedenen Branchen zu beschleunigen. In den letzten zehn Jahren hat HP kontinuierlich die Kosten pro Bauteil in seinem industriellen Multi Jet Fusion-Portfolio gesenkt und damit seine Kunden unterstützt, eine Anzahl an Anwendungen in die Produktion zu integrieren.
Durch Fortschritte bei der Entwicklung neuer Materialien und verbesserter Druckkonzepte erhöht HP laut eigenen Aussagen die Produktivität und ermöglicht schnellere Produktionszyklen. Dies kann weiterhin die Kosten pro Bauteil senken und die Workflow-Effizienz für kostensensible Anwendungen verbessern. Das Unternehmen bekräftigt so sein Engagement für die verstärkte Einführung industriellen 3D-Drucks und die Reduzierung der Bauteil-Kosten durch Materialinnovationen. Zudem bestätigt HP den allgemeinen Verfügbarkeitstermin des HP 3D HR PA 11 Gen2. Dieses Material fördert die nachhaltige, leistungsstarke Polymerproduktion auf der MJF-Plattform. Mit einer Wiederverwendbarkeit des Pulvers von bis zu 80 Prozent und einer Reduktion der variablen Bauteil-Kosten um bis zu 40 Prozent weist es den niedrigsten CO2-Fußabdruck der bisherigen MJF-Materialien auf und reduziert die Gesamtbetriebskosten bei der Produktion in Stückzahlen. Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
HP AM stärkt sein Metal Jet-Ökosystem durch neue Materialqualifikationen und Kooperationen. Continuum Powders und INDO-MIM Inc. haben OptiPowder Ni718 für den Einsatz auf dem HP Metal Jet S100 qualifiziert. Dies ermöglicht die Herstellung gesinterter Komponenten mit einer Dichte von über 98 Prozent, gleichmäßiger Härte (74-79 HR15N) und präziser Kohlenstoffkontrolle.
Im Anschluss daran arbeitet HP AM Solutions zusammen mit Continuum Powders und Tecnalia an der Entwicklung von OptiPowder M247LC, einer kohlenstoffarmen Superlegierung auf Nickelbasis, die speziell für Hochtemperaturanwendungen entwickelt wurde. Nach der Qualifizierung soll das Portfolio um weitere Nickel-Speziallegierungen erweitert werden, um die Binder-Jet-Technologie als skalierbare und produktionsreife Lösung weiter voranzutreiben.
Außerdem haben HP AM und Würth Additive eine Partnerschaft gestartet, um die Einführung der additiven Fertigung in verschiedenen Branchen zu beschleunigen. Ziel der Partnerschaft ist es, HPs Fertigung mit den Digital Inventory Services (DIS) und dem globalen Logistiknetzwerk von Würth zu kombinieren. Dies soll es Herstellern weltweit ermöglichen, von physischen Lagerbeständen auf ein On-Demand-Ersatzteilmanagement umzustellen.

















