Auf der ersten Pressekonferenz des Unternehmens präsentierte Stöber nicht nur seine Unternehmenszahlen und -ziele, Vorträge der Kunden Riexinger und Leicht verdeutlichten auch die technologische Kompetenz, das Prozessknowhow sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Nach der Begrüßung ging Rainer Wegener auf die aktuellen Wirtschaftszahlen, die Marktlage sowie die Zukunftsaussichten ein. So war das Jahr 2024 auch für Stöber eine Herausforderung. Nachdem 2023 noch mit einem Umsatzrekord in Höhe von 175 Mio. Euro abgeschlossen werden konnte, sank der Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 15% auf 160 Mio. Euro. Für 2026 erwartet Wegener einen Umsatz auf dem selben Niveau: „Wir haben die Talsohle erreicht und bereiten uns darauf vor, dass die Wirtschaft langsam wieder wächst. Deshalb haben wir zuletzt auch die Aufträge für Seltene Erden verdoppelt.“
Um den zunehmenden geopolitischen Risiken will Stöber ein solides, breit aufgestelltes Geschäftsmodell etablieren – getragen von technischer Kompetenz und weltweiter Kundennähe. So will der Antriebsspezialist laut CSO Markus Graf seine Standorte, Kundenbeziehungen und Partnerschaften in den drei Weltregionen konsequent ausbauen. Wobei Europa die Basis bleibt. Nordamerika und Ostasien, wo Stöber aktuell noch 32% bzw. 9% seines Umsatzes erwirtschaftet, gewinnen jedoch strategisch an Bedeutung. Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Eine Produktion in China aufzubauen ist jedoch nicht geplant. Wegen der Auflagen sowie der politischen Rahmenbedingungen, wäre dafür der Invest zu hoch. In Europa laut Kraft in erster Linie die Standorte in der Schweiz sowie in Schweden ausgebaut werden, wo mittelfristig auch eine Tochtergesellschaft als Basis für den skandinavischen Raum aufgebaut werden soll.
In Asien konzentriert sich Stöber vor allem auf die Länder, die einen hohen Qualitätsanspruch haben, wie Taiwan, Japan und Süd-Korea.
Dass Lösungsorientierung, Kundennähe, technische Qualität und partnerschaftliches Arbeiten den Umgang von Stöber mit Kunden und Partnern weltweit prägen, wurde bei den Vorträgen von Marcel Wölfling und Eduard Schüle von Eugen Riexinger sowie von Jürgen Leicht von Leicht Stanzautomation deutlich. Beide Kundenprojekte veranschaulichten die Bedeutung von Safe-Motion im Anlagenbau, die Leistungsfähigkeit der Antriebstechnik von Stöber und wie wichtig eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist, sowohl im Sonder- als auch im Serienmaschinenbau.
Nach einem Rundgang durch die Getriebefertigung, welche die beeindruckende Fertigungstiefe und Qualität von Stöber veranschaulichte, stellte CTO Dr. Florian Dreher zum Schluss der Pressekonferenz zwei Produktneuheiten vor: das Servo-Winkelgetriebe KS, welches dank verbesserter Dynamik noch mehr Produktivität ermöglicht, sowie einen kompakten Servo-Synchronmotor EZ, der sich durch hohe Dynamik und geringe Drehmomentwelligkeit auszeichnet.

















