VDI-Statement von Adrian Willig

Adrian Willig
Bild: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

Der VDI erklärt, dass das Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) deutlich zeige, dass Deutschlands Innovationsfähigkeit massiv unter Druck stehe. Bürokratische Hürden, langsame Entscheidungsprozesse und unzureichende Investitionen in Schlüsseltechnologien würden den Fortschritt bremsen. Der VDI fordert entschlossenes Handeln.

„Abwarten können wir uns in keiner Weise leisten. Es ist Zeit, Taten sprechen zu lassen, Verantwortung für den Standort und die Bevölkerung zu übernehmen. Bildung, Energieversorgung, Infrastruktur, Kreislaufwirtschaft, Künstliche Intelligenz, Mobilität – all diese Transformationsfelder erfordern entschlossenes und faktenbasiertes Handeln“, sagt VDI-Direktor Adrian Willig.

Das Gutachten kommt u.a. zu diesen Punkten, denen aus Sicht des VDI besonderes Augenmerk gelten sollte: Die Innovationspolitik sei zu langsam und ineffektiv, zu viel Bürokratie, eine schwache Innovationsdynamik, der technologische Rückstand wachse und ohne langfristige Zukunftsstrategie bleibe die Industriepolitik ein Stückwerk.

Willig betont in diesem Zusammengang die Wichtigkeit von Ingenieuren und Ingenieurinnen. „Denn ohne sie bleiben viele dieser Reformideen Theorie. Energiewende, Digitalisierung, Fortschritte in der Medizintechnik, technische Lösungen zur Klimaanpassung, KI, Produktion, Mobilität – all das braucht nicht nur politische Weichenstellungen, sondern vor allem Menschen, die Innovationen entwickeln und umsetzen. Ingenieurskunst ist ein Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg.“ Die Langfristigkeit darf aus Sicht des VDI nicht vergessen werden. „In welchen Technologien wollen wir in Deutschland und Europa künftig führend sein? Und was müssen wir dafür alles tun?“, so Willig. Der VDI hat dazu Handlungsempfehlungen für die 21. Legislaturperiode verfasst.