
Der Maschinen- und Anlagenbau befindet sich aktuell in einer der schwierigsten Phasen der vergangenen Jahrzehnte. Dennoch blickt Stöber Antriebstechnik vorsichtig optimistisch nach vorn. Dank Internationalisierung, stabiler Auslandsmärkte und Innovationsarbeit ist der Antriebsspezialist nach eigenen Aussagen gut auf den erwarteten Aufschwung vorbereitet – insbesondere in den Wachstumsbranchen Automation und Robotik.
„Der Maschinenbau steckt aktuell in der längsten Krise der vergangenen 50 Jahre. Die Ursachen sind strukturell und geopolitisch“, erklärt Rainer Wegener, Geschäftsführer von Stöber Antriebstechnik. „Umso wichtiger ist es, strategisch richtig aufgestellt zu sein.“ Während das Geschäft in Deutschland weiterhin verhalten bleibt, verzeichnet das Unternehmen für 2025 insgesamt ein leichtes Wachstum – vor allem durch starke internationale Märkte. In den USA erzielte das Unternehmen trotz der aktuellen Zollpolitik neue Rekordumsätze, auch in England wächst das Geschäft. In China zeigt sich der Markt stabil, insbesondere bei anspruchsvollen Präzisionsanwendungen. Warum Unternehmen mit Connected Engineering schneller, sicherer und wettbewerbsfähiger werden ‣ weiterlesen
Von Insellösungen zum vernetzten Engineering-Ökosystem
Für die kommenden Jahre rechnet die Branche mit einem kontinuierlichen Wachstum, insbesondere in der Automation und Robotik. Studien prognostizieren hier jährliche Zuwachsraten von rund fünf Prozent. Trotz der angespannten Marktlage hält Stöber an seiner Belegschaft fest. Parallel dazu wird der Ausbau der internationalen Organisation vorangetrieben. Ein globales Leadership-Team, bestehend aus der Führungsebene der Produktionsstandorte Deutschland, USA und Ungarn, koordiniert strategische Entscheidungen und richtet die Produktionslandschaft global aus. Ziel ist es, Handlungsspielräume zu erweitern, schneller auf Marktimpulse zu reagieren und die Lieferketten dauerhaft resilient aufzustellen. Im weiteren Jahresverlauf rechnet man mit einer spürbaren Markterholung, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik gewinnen dürfte.
„Positive Signale kommen derzeit vor allem aus Europa – etwa aus Italien, Frankreich und England. Auch in den USA setzt sich der Wachstumskurs fort“, erläutert Wegener. „In Deutschland sehen wir einen Investitionsstau, der sich auflösen wird, sobald die Rahmenbedingungen klarer sind.“

















