Pilotprojekt für SF6-freie Ringkabelschaltanlage
Bild: Schneider Electric GmbH

Schneider Electric und die Netze BW erproben erstmalig in Deutschland den Einsatz einer SF6-freien gekapselten Ringkabelschaltanlage im 10-kV-Mittelspannungsnetz. Mit dem Pilotprojekt in Baden-Württemberg wollen der Energiespezialist Schneider Electric und der Verteilnetzbetreiber Netze BW in realer Umgebung zeigen, dass SF6-freie Mittelspannungsversorgung neben dem sicheren und zuverlässigen Betrieb auch die Nachhaltigkeit im Fokus hat. Der Praxistest in der Sekundärverteilung soll zeigen, dass gasisolierte Schaltanlagen mit Luft als Isoliergas ebenso sicher und zuverlässig sind, wie bisherige mit SF6 betriebene Anlagen. Zum Löschen von Schalt-Lichtbögen wird in den Lasttrennschaltern die etablierte Vakuumtechnologie verwendet. Der Vorteil der innovativen Technik liegt ganz klar in der Isoliertechnik: Nicht mehr das potentiell klimawirksame SF6-Gas, sondern reine Luft isoliert die einzelnen Anlagenabteile voneinander. Schneider Electric und Netze BW treiben mit ihrem Pilotprojekt die Entwicklung dieser klimaschonenden Technik aktiv voran. Damit stellen sie schon heute die Weichen für mehr Klimaschutz im Anlagenbetrieb – lange vor einer gesetzlichen Regelung, die bis Ende 2022 erwartet wird. Die von Schneider Electric entwickelte Mittelspannungsschaltanlage ist in den Abmessungen ähnlich kompakt gebaut wie ihre Vorgänger, die RM6 und die FBX. Ausgestattet mit vertrauten Schaltgeräten, etwa Kabelschalter mit Lasttrenner und Trafoschalter mit Sicherungslasttrenner – beides in Shunt-Vakuum-Technologie, ermöglicht die RM AirSeT eine einfache und sichere Bedienung. Als Alternative zu seinen auf SF6-basierenden Geräten baut Schneider Electric Schritt für Schritt ein komplettes Portfolio an klimaschonenden Lösungen auf.

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