ZVEI fordert: Effizienzwende jetzt starten

ZVEI Kegel Portrait Quelle ZVEI Alexander Grueber
Bild: ZVEI e.V.

„Viel zu häufig stehen wir uns selbst im Weg. Unsere verschwenderische Ineffizienz können wir uns nicht mehr länger leisten – wir brauchen eine Effizienzwende“, forderte ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel (Bild) bei der Eröffnung des eSummit, dem Gipfeltreffen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in Berlin. Damit fasst er zusammen, was aus Sicht der Branche geschehen muss, damit die Klimaziele erreicht werden können und gleichzeitig Deutschland und Europa als Wirtschaftsstandorte attraktiv und erfolgreich bleiben.

Effizienzwende bedeute zum einen die breite Elektrifizierung aller Lebensbereiche, insbesondere der Sektoren Industrie, Verkehr und Wohnen. „Die Zukunft ist elektrisch, davon sind wir überzeugt“, so Kegel. Strom aus erneuerbaren Quellen ist der Rohstoff der Energiewende, grüner Wasserstoff und eFuels eingeschlossen. Elektrifizierung eröffne ungeahnte Effizienzpotenziale, damit Dekarbonisierung Realität werden könne. Gepaart mit Lösungen zur Digitalisierung und Automatisierung ließe sich der Primärenergieverbrauch etwa im Gebäudesektor um bis zu 65 Prozent reduzieren, so der Verband. Ähnliche Möglichkeiten böte die Elektrifizierung der Mobilität.

Effizienzwende bedeute aber auch weniger Hindernisse für diejenigen, die zu Dekarbonisierung und Klimaschutz beitragen wollen: „Der gesamte politische und regulatorische Rahmen muss stimmiger werden, er muss effizienter werden und er muss diejenigen stärken, die in eine klimaneutrale Zukunft investieren wollen“, erklärt Kegel. „Die Technologien der Elektro- und Digitalindustrie sind echte ‚Game Changer‘. Dieses Potenzial kann aber nur zum Tragen kommen, wenn ihr Einsatz auch wirtschaftlich attraktiv ist.“ Deshalb wiederholt der Verband im Rahmen des eSummit seine Forderung nach einem niedrigeren Strompreis und weniger bürokratischen Hürden.